(Tägliche) Verehrung der sieben Schmerzen Mariens

(Tägliche) Verehrung der sieben Schmerzen Mariens

Am 15. September gedenkt die katholische Kirche der sieben Schmerzen Mariens. Doch sollten wir nicht nur an diesem Tag an die Schmerzen unserer himmlischen Mutter denken, sondern regelmäßig. Wer der Passion Christi gedenkt, muss auch der Passion seiner Mutter gedenken.

Die Gottesmutter hat der hl. Brigitta von Schweden (1303-1373) verheißen, dass jene, die täglich 7 Ave Maria beten und dabei ihre Tränen und Schmerzen betrachten und ehren sowie nach Möglichkeit diese Andacht verbreiten, folgende Gnaden erhalten:

  • Friede für die Familie
  • Erleuchtung in göttlichen Geheimnissen
  • Erfüllung aller Bitten, sofern sie dem Willen Gottes entsprechen und dem Seelenheil nützlich sind,
  • ewige Freude in Jesus und Maria.

Man betrachtet den jeweiligen Schmerz und betet dazu ein „Gegrüßt seist Du, Maria…“

Die Sieben Schmerzen Mariens (in Klammern ergänzende Stellen zur besseren Betrachtung):

  1. Die Weissagung Simeons, bei der Darstellung Jesu im Tempel, Jesus werde viel widersprochen, aber auch seiner Mutter werde “ein Schwert durch die Seele dringen” (Lk 2,35).
  2. Die Flucht vor dem Kindermörder Herodes nach Ägypten (vgl. Mt 2, 13).
  3. Der Verlust des zwölfjährigen Jesus im Tempel zu Jerusalem; und die drei Tage dauernde Suche nach ihm (vgl. Lk 2, 42-48)
  4. Die Begegnung mit ihrem Sohn auf dem Kreuzweg, dargestellt in der IV. Station des Kreuzwegs (vgl. Lk 23, 27)
  5. Das Ausharren unter dem Kreuz Jesu (vgl. Joh 19, 25-27), Stabat mater dolorosa
  6. Der entstellte Leichnam des Herrn in den Armen der Mutter (vgl. Pieta-Bilder)
  7. Grablegung Jesu; Tränen und Verlassenheit Mariens

Möge uns diese Betrachtungen immer mehr mit Maria und Jesus vereinen.

Quelle: vgl. Ludwig Clarus, «Leben und Offenbarungen der heiligen Brigitta», Band 1-4, Regensburg 1856

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