{"id":11194,"date":"2018-06-11T14:10:39","date_gmt":"2018-06-11T12:10:39","guid":{"rendered":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/?p=11194"},"modified":"2018-06-11T14:10:39","modified_gmt":"2018-06-11T12:10:39","slug":"pater-direktors-brief-nr-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/pater-direktors-brief-nr-11\/","title":{"rendered":"Pater Direktors Brief Nr. 11"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Ritter der Immaculata!<\/p>\n<p>Zu den tiefsten Betrachtungen des hl. Maximilian Kolbe geh\u00f6rt sicher das Geheimnis der Vereinigung Jesu mit Maria, bzw. des heiligsten Herzen Jesu mit der Immaculata. Wir k\u00f6nnen seine Gedanken zu diesem Geheimnis mit den bekannten Worten des hl. Johannes Eudes zusammenfassen: \u201eDas, was Gott selber so vollkommen vereint hat, d\u00fcrfen wir nie trennen. Jesus und Maria sind so innig miteinander verbunden, dass alle, die Jesus sehen, Maria sehen k\u00f6nnen. Alle die Jesus lieben, Maria lieben; alle die Jesus verehren, Maria verehren.\u201c<\/p>\n<p>Im Leben unseres heiligen Gr\u00fcnders geht alles um das Geheimnis der Liebe! Dank ihrer Vereinigung mit dem Hl. Geist ist das Herz der Gottesmutter der Gipfel der Liebe: In der Vereinigung des Hl. Geistes mit ihr verbindet sich nicht nur die Liebe mit diesen beiden Wesen, sondern das erste der beiden [der Hl. Geist] ist die ganze Liebe der Hl. Dreifaltigkeit, w\u00e4hrend das zweite [Maria] die ganze Liebe der Sch\u00f6pfung ist; und so ist in dieser Vereinigung der Himmel mit der Erde verbunden, der ganze Himmel mit der ganzen Erde, die ganze ungeschaffene Liebe mit der ganzen geschaffenen Liebe; es ist der H\u00f6hepunkt der Liebe.\u201c Die LIEBE der Hl. \u00a0Dreifaltigkeit erscheint ganz und gar in der Immaculata, in ihrem innersten Sein, in ihrem Herzen, weil das Herz die innerste Pers\u00f6nlichkeit darstellt \u2013 die Quelle von allem was der Mensch ist und hat.<\/p>\n<p>Da aber der Hl. Geist in Gott die Liebe des Vaters zum Sohn ist und die Liebe des Sohnes zum Vater, ist im Geheimnis Mariens der Hl. Geist sozusagen die Liebe Mariens zu Gott und besonders zu ihrem Sohn, so wie er die Liebe des Sohnes zu seiner Mutter ist. Mit anderen Worten, der wertvollste Schatz der ganzen Sch\u00f6pfung ist die Unermesslichkeit der Liebe, welche diese Herzen f\u00fcreinander haben, und dies ist genau der tiefste Sinn der Andacht zu den vereinten Herzen Jesu und Mariens. Der hl. Johannes Eudes wies auf das Wunder dieser Vereinigung hin und stellte Maria als die neue Bundeslade vor:<\/p>\n<p>\u201eDas Herz Mariens wurde durch die Bundeslade des Moses dargestellt. Erstens, wie die Lade aus unverweslichem Holz gemacht war, wurde das unbefleckte Herz der K\u00f6nigin der Engel niemals durch irgendeine S\u00fcnde verunreinigt.\u00a0 Zweitens, wie die Lade innen und au\u00dfen mit reinem Gold geschm\u00fcckt war, wurde das Herz der Mutter der sch\u00f6nen Liebe seit Anbeginn durch das Gold der Liebe innerhalb (in den Augen Gottes) und au\u00dferhalb (in unseren Augen) vollkommen geschm\u00fcckt.<\/p>\n<p>Drittens, wie die Bundeslade die Tafeln der Gebote Gottes beinhaltete, schrieb der Hl. Geist in goldenen Buchstaben in das heilige Herz seiner g\u00f6ttlichen Mutter alle heiligen Gebote, die unser Erl\u00f6ser uns vom Himmel gebracht hat.<\/p>\n<p>Viertens, wie die Bundeslade das Manna, welches Gott vom Himmel fallen lie\u00df, um sein auserw\u00e4hltes Volk in der W\u00fcste zu n\u00e4hren, beinhaltet hat, enthielt das Herz der Mutter Jesu in sich alle Geheimnisse, die ihr Sohn f\u00fcr uns auf Erden vollbracht hat, alle Worte des Lebens und alle g\u00f6ttlichen Wahrheiten, die er uns vom Himmel gebracht hat, genau wie ein liebstes und s\u00fc\u00dfestes Manna, um uns zu speisen und unsere Seelen zu beleben. O Jesus, eingeborener Sohn Gottes, eingeborener Sohn Mariens, ich opfere dir auf, das liebende Herz deiner himmlischen Mutter, welches f\u00fcr dich kostbarer und sch\u00f6ner ist, als alle anderen Herzen. O Maria, Mutter Jesu, ich opfere dir auf, das heiligste und verherrlichte Herz deines geliebten Sohnes, welches das Leben und die Freude deines Herzens ist.\u201c<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns diesem Geheimnis von zwei Seiten ann\u00e4hern: Im Allgemeinen betrachten wir zuerst die Herrlichkeit des hl. Herzens Jesu, danach die des unbefleckten Herzens Mariens, und dann schlie\u00dfen wir sie zusammen. Symbolisch stellt die christliche Kunst dies dar, wenn sie die beiden Herzen nebeneinander stellt. Wir k\u00f6nnen zwei Herzen sehen; zwei Str\u00f6me, die sich erbarmungsvoll in unsere Seelen ausgie\u00dfen, um sie zu reinigen und zu heiligen. Aber wir k\u00f6nnen auch direkt die Vereinigung der beiden betrachten, welche aus ihnen sozusagen \u201eein Herz und eine Seele\u201c macht, welches die Quintessenz der Liebe ist. Die christliche Kunst stellt dies dar, wenn sie die zwei Herzen ineinander verschlungen darstellt, wie z.B. im Emblem der MI. Beide Quellen (die Herzen) sind zu einem riesigen Strom verschmolzen, der zu jedem menschlichen Herzen flie\u00dft und darum bittet, eintreten zu d\u00fcrfen, um uns zu reinigen, zu verwandeln und uns in das Geheimnis der Liebe Gottes aufzunehmen.<\/p>\n<h3>Die schmerzhaften Geheimnisse beleuchten diese Wahrheiten<\/h3>\n<p>Jedes von ihnen offenbart wiederum die Geheimnisse dieser Herzen und des Gnadenflusses, der aus jeder Wunde hervorgehet, aus jedem einzelnen Schmerz und Leiden des neuen Adams und der neuen Eva. In IHREM Herzen wird alles wiederholt und gegenw\u00e4rtig gemacht, was ER in seinem K\u00f6rper gelitten hat.<\/p>\n<p>Die unvorstellbare <strong>Todesangst Christi<\/strong> im Garten Getsemani zeigt uns die abgrundtiefe Bosheit und Schlechtigkeit der S\u00fcnde, denn die Heiligkeit Christi ist das absolute Gegenteil der S\u00fcnde. Es gab nur eine Person, die eine \u00e4hnliche Erkenntnis der Schrecklichkeit der S\u00fcnde wie Christus hatte, denn ihre Unbeflecktheit ist ebenso das absolute Gegenteil von S\u00fcnde. Als Christus den Kelch der Bosheit trank, um f\u00fcr die S\u00fcnden zu s\u00fchnen, so trank sie diesen mit ihm, denn der Erl\u00f6ser und die Miterl\u00f6serin haben alles gemeinsam. Wenn das Leiden seiner Todesangst in den Blutstropfen ausgedr\u00fcckt wird, die auf die Erde tr\u00f6pfeln, dr\u00fcckt sich das Leiden ihrer Todesangst in den Tr\u00e4nen aus, die mehr aus ihrem Herzen als aus ihren Augen hervorkamen. Und ihre Tr\u00e4nen flie\u00dfen immer noch und werden flie\u00dfen, solange die Menschen s\u00fcndigen. Das ist die Bedeutung ihrer Tr\u00e4nen, die sie in La Salette, Syracuse, Akita etc. gezeigt hat.<\/p>\n<p>Bei der <strong>Gei\u00dfelung<\/strong> betrachten wir, wie sein Fleisch zerschlagen wird, und ihre geistige Gei\u00dfelung ist wie ein Versuch, ihre Unbeflecktheit und Reinheit zu zerschlagen. Beide trugen diese Beleidigung und Verspottung mit unvorstellbarer Geduld. So entsch\u00e4digten sie die Entweihungen der Menschen und wurden zu einer Quelle der Reinigung f\u00fcr arme S\u00fcnder.<\/p>\n<p>Die <strong>Dornenkr\u00f6nung<\/strong> ist die S\u00fchne f\u00fcr unseren Stolz. Das heiligste Herz Jesu wird \u00fcblicherweise mit einer Dornenkrone umwunden dargestellt und das unbefleckte Herz Mariens mit einem Kranz von wei\u00dfen Rosen. Bei ihrer letzten Erscheinung an Schwester Lucia am 13. Juni 1929 in Tuy, hatte die Schwester die ber\u00fchmte Vision der heiligsten Dreifaltigkeit; sie sah Maria neben dem gekreuzigten Herrn: \u201eUnter dem rechten Arm des Kreuzes stand Unsere Liebe Frau mit ihrem unbefleckten Herzen in der Hand (es war Unsere Liebe Frau von Fatima, ohne Schwert und Rosen, <strong>aber umgeben von einer Dornenkrone und Flammen<\/strong>).\u201c Diese Vision zeigt, wie innig vereint die beiden Herzen sind, beinahe identisch. Wenn ihr Herz von der Dornenkrone Christi durchbohrt wurde, so zeigt dies, dass alles, was Christus im grauenhaften Moment der Dornenkr\u00f6nung an seinem Haupt litt, Maria in ihrem Herzen mit ihm litt. Und ihre Leiden dauern fort, solange die Menschen s\u00fcndigen. Und dass die Herzensleiden nicht weniger schlimm sind als die physischen Leiden, erf\u00e4hrt jede gute Mutter, welche die Leiden ihrer geliebten Kinder st\u00e4rker empfindet als ihre eigenen.<\/p>\n<p>Im Lichte dieser vollst\u00e4ndig vereinten Herzen sollten wir auch jede Station des Kreuzweges betrachten. Beim Kreuzweg wollte er sie nicht nur geistig bei sich haben. Bei der 4. Station standen sie sich gegen\u00fcber. Die zwei Herzen die am meisten litten, am meisten liebten und am meisten opferten, begegneten sich. Unsere s\u00fcndhaften Herzen befinden sich in der Mitte, zwischen den beiden, und sind die Ursache f\u00fcr deren nie endende Qual. Wenn wir ihn anschauen, so schaut er zu ihr, und wenn wir sie anschauen, so schaut sie zu Ihm. So als ob jeder von ihnen uns sagen wollte: \u201eSchau dort \u2013 es ist f\u00fcr dich.\u201c<\/p>\n<p>Aus diesen beiden Herzen str\u00f6mt das lebendige Wasser in die W\u00fcste unserer Seelen.<\/p>\n<p>Und dann nehmen uns diese beiden Herzen auf den Gipfel von Kalvaria. Wenn wir sein durchbohrtes Herz betrachten, verstehen wir, dass er uns bis zum Ende liebt. Und wenn wir bei der 13. Station ihr Herz von sieben Schwertern durchsto\u00dfen sehen, verstehen wir, dass sie uns bis zum Ende liebt.<\/p>\n<p>Liebe Ritter, Instrumente in den H\u00e4nden der Muttergottes, um sie bekannt und geliebt zu machen, versteht eure wichtige Aufgabe, Euch, Eure Familie, Eure Verwandten und Bekannten in dieses Geheimnis der Liebe einzuf\u00fchren: alle Herzen in das Herz Jesu zu legen, damit er sie seiner Mutter geben kann, damit sie diese als ihre wahren und hingebungsvollen Kinder, Sklaven und Ritter formen kann; und alle Herzen in das Herz Mariens zu legen, damit sie diese zusammen mit ihrem Herzen Jesus darbringe, damit er dieses Opfer gn\u00e4dig annehme!<\/p>\n<p>Nur so k\u00f6nnen wir auf die ernste Forderung unseres Herrn antworten: \u201cMein Sohn, gib mir dein Herz!\u201d<\/p>\n<p>Einmal im Geheimnis dieser heiligsten Herzen verborgen, kann uns nichts mehr schaden, nichts kann uns mehr verwirren, denn mit den VEREINIGTEN HERZEN vereint, sind unsere Gedanken und Herzen bereits in die \u00fcbernat\u00fcrliche Welt gef\u00fchrt, unser innerstes Wesen wohnt bereits im Himmel. Die Kirchenv\u00e4ter nennen Maria h\u00e4ufig \u201eGottes Himmel\u201c. Johannes Eudes sprach von ihrem Herzen als dem \u201ehimmlischen Himmel\u201c, in dem Gott viel pr\u00e4senter ist als im Himmel. Sie ist ein solches Meisterwerk Gottes, dass sie den Himmel in dem Ausma\u00df \u00fcbertrifft, wie die W\u00fcrde und Herrlichkeit des Himmels die Erde \u00fcbersteigt. Es ist unvorstellbar, was das bedeutet. Der ganze Himmel, die ganze Vollkommenheit und Liebe aller Heiligen zusammen, sind nur ein schwacher Abglanz vom \u201eHimmel der Himmel\u201c, der die Immaculata ist.<\/p>\n<p>Wenn wir hier unsere wahre Heimat gefunden haben, werden uns alle Schwierigkeiten und Pr\u00fcfungen dieser Welt in ihrem wahren Licht erscheinen: Kreuze, die wir tragen sollen, um in der Liebe zu Gott zu wachsen und bessere Ritter zu werden, insbesondere um der Immaculata zu helfen, mehr Seelen zu retten!<\/p>\n<p>Singapur, am Fest des heiligsten Herzen Jesu 2018<\/p>\n<p>P. Karl Stehlin<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Ritter der Immaculata! Zu den tiefsten Betrachtungen des hl. Maximilian Kolbe geh\u00f6rt sicher das Geheimnis der Vereinigung Jesu mit Maria, bzw. des heiligsten Herzen Jesu mit der Immaculata. Wir k\u00f6nnen seine Gedanken zu diesem Geheimnis mit den bekannten Worten des hl. Johannes Eudes zusammenfassen: \u201eDas, was Gott selber so<a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/pater-direktors-brief-nr-11\/\">Weiterlesen &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":9654,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11194"}],"collection":[{"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11194"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11194\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11195,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11194\/revisions\/11195"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9654"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11194"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11194"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11194"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}