{"id":126,"date":"2015-11-26T20:41:00","date_gmt":"2015-11-26T20:41:00","guid":{"rendered":"http:\/\/migration.mi-admin.ch\/2015\/11\/26\/postsmi-rundbrief-112015-86\/"},"modified":"2017-02-11T22:11:03","modified_gmt":"2017-02-11T21:11:03","slug":"postsmi-rundbrief-112015-86","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/postsmi-rundbrief-112015-86\/","title":{"rendered":"MI-Rundbrief 11\/2015"},"content":{"rendered":"<p>Brief Nr. 3 an die Ritter der Immaculata<\/p>\n<p>\nLiebe Ritter der Immaculata!<\/p>\n<p>Erlauben Sie mir, Ihnen heute wiederum zu schreiben, um Ihnen vor allem die gro&szlig;e Freude mitzuteilen, dass dieses Wochenende in den Philippinen, auf der Insel Leyte, insgesamt 345 neue Ritter in die Militia Immaculatae aufgenommen wurden. Damit ist die Zahl der Ritter in Asien auf &uuml;ber 3000 gestiegen.<\/p>\n<p>Aber eine nicht mindere Freude war es f&uuml;r mich, im Geiste der Aufnahme der ersten Ritter in meinem Heimatpriorat Rheinhausen beizuwohnen, die sich durch eine ganz besondere Novene auf diesen Tag vorbereiteten. Die Novene bestand in der Betrachtung des Kommentars zum Weihegebet: Der heilige Maximilian hatte diesen Kommentar selbst verfasst, um die Ritter tiefer in den Sinn der Weihe einzuf&uuml;hren. Ich habe mir diese geniale Idee sofort zu Eigen gemacht und wir werden hier in Asien die zuk&uuml;nftigen Ritter ebenso vorbereiten.<br \/>\nIn der Tat ist dieses Weihegebet in seiner Einfachheit und Tiefe die wohl beste Zusammenfassung der ganzen MI, und deshalb sollten wir es immer wieder betrachten.<\/p>\n<p>Schon der Anfang &bdquo;O Immaculata&rdquo; ist in sich ein wunderbares Sto&szlig;gebet, das f&uuml;r jede Situation des Lebens passt: in Kreuz und Leid ein richtiger Sto&szlig;-Seufzer, in Freude und Gl&uuml;ck ein Jubelruf, in jeder Situation ein Ausdruck des Dankes, der Bitte, der Hingabe, des Glaubens, des Vertrauens, der Liebe. Dieser Anruf findet sich ebenfalls in herrlicher Weise ausgedr&uuml;ckt im Refrain des Liedes: &bdquo;Immaculata, sch&uuml;tze Dein Kind&rdquo;. Die aufsteigende Melodie im Worte &bdquo;Immaculata&rdquo; ist wie das Aufatmen des Herzens im Anblick der Reinsten, Unbefleckten, M&auml;chtigsten. Wie muss SIE sich &uuml;ber diese Jubelkl&auml;nge, aus tiefster Seele kommend, freuen; besonders da sie IHR tiefstes Herzensgeheimnis preisen: ihre unfassbare Heiligkeit, ihre Vereinigung mit dem Heiligen Geist, der im Geheimnis der Dreifaltigkeit der EWIG HEILIGE, IMMACULATUS ist.<\/p>\n<p>In diesem Sinne sollten wir jedes Wort des Weihegebetes betrachten. Hier in Asien f&auml;llt mir besonders auf, dass die Worte &bdquo;und unsere Mutter, die uns SO SEHR LIEBT&rdquo;, eine ganz besondere Atmosph&auml;re schaffen, die man kaum beschreiben kann: die Ritter legen so viel Kraft und Hingabe in die Worte &bdquo;so sehr&rdquo;, dass man unwillk&uuml;rlich ber&uuml;hrt ist von so viel Einfachheit des Herzens, von so viel &Uuml;berzeugung. Es scheint, die Leute hier h&auml;tten pers&ouml;nlich erfahren, dass sie so sehr geliebt sind. &bdquo;So sehr&rdquo; bedeutet ja: &uuml;ber alles, grenzenlos, unvergleichbar mit keiner anderen noch so gro&szlig;en geschaffenen Liebe. Dieses kleine Wort &bdquo;so sehr&ldquo; f&uuml;hrt uns in der Tat mitten in IHR eigentlichstes Wesen: Maria ist die &bdquo;Mutter der sch&ouml;nen Liebe&rdquo;, ihr ganzes Wesen ist nur Hingabe und liebendes Erbarmen, aber &bdquo;so sehr&ldquo;, dass es unser Fassungsverm&ouml;gen unendlich &uuml;bersteigt.<\/p>\n<p>Mit unserer Liebe hat es schnell ein Ende, wenn jemand uns beleidigt oder verletzt. F&uuml;r SIE, die &bdquo;Zuflucht der S&uuml;nder&rdquo;, gibt es keine Grenzen: Sie liebt uns &bdquo;so sehr&ldquo;, dass keine noch so gro&szlig;e S&uuml;nde, kein noch so gro&szlig;es Verbrechen ihr m&uuml;tterliches Herz abschrecken k&ouml;nnte. Wenn wir auf uns selber schauen, k&ouml;nnten wir SIE manchmal fragen: &bdquo;Mutter, ich habe Dich tausende Male beleidigt, Dein unbeflecktes Kleid mit unreinem Schmutz beworfen und bis heute bin ich so oft gleichg&uuml;ltig und untreu. Wie ist es m&ouml;glich, dass Du mich immer noch liebst?&rdquo; Und sie w&uuml;rde antworten: &bdquo;Mein Kind, Du kennst Deine Mutter nicht! In jedem Augenblick Deines Lebens sind meine Augen mit innigster Liebe auf Dich gerichtet, immerw&auml;hrend will ich Dir helfen, und auf jedes schlechte Wort, auf jede b&ouml;se Tat, auf jeden schmutzigen Gedanken antwortet mein von Dir geschlagenes Herz mit ununterbrochenem liebendem Flehen zu meinem Sohne, ER m&ouml;ge Dir die Gnaden der Bekehrung schenken.&rdquo;<\/p>\n<p>Wenn wir nur ein wenig tiefer in Mariens Herz eindringen, stellen wir sogleich fest, wie wenig wir SIE kennen, wie wenig wir IHRE Liebe sch&auml;tzen und wie gering unser Glaube daran ist. Der hl. Bernhard hat diese Liebe verstanden, wenn er betet, es sei &bdquo;nie geh&ouml;rt worden, dass, wer auch immer zu Dir seine Zuflucht nahm, jemals verlassen worden sei&rdquo;. So sehr liebt SIE uns!<\/p>\n<p>Wenn aber Maria uns trotz unserer Unw&uuml;rdigkeit &bdquo;so sehr&rdquo; liebt, dass Sie uns so gerne in jedem Augenblick &bdquo;alle Gnaden der Bekehrung und Heiligung&rdquo; geben und uns zu gro&szlig;er Heiligkeit f&uuml;hren m&ouml;chte, dann m&uuml;ssen wir darauf eine doppelte Antwort geben:<\/p>\n<p>Zuerst m&uuml;ssen wir selber versuchen, uns einer solchen Liebe weniger unw&uuml;rdig zu erweisen, indem wir IHR immer mehr erlauben, uns &bdquo;so sehr&ldquo; zu lieben. Indem wir an die Macht ihrer Liebe glauben und in Dunkel und Verlassenheit auf ihre Liebe vertrauen: &bdquo;Mutter ich wei&szlig;, dass Du mich niemals im Stich l&auml;sst, sondern immer f&uuml;r mich da bist, selbst in den dunkelsten Stunden&ldquo;. Indem wir in allen Dingen wie Kinder zur Mutter gehen und ihrem liebenden Herzen alles anvertrauen, nicht nur vieles sondern alles!<\/p>\n<p>Dann aber muss unser Herz von der Sehnsucht eines hl. Maximilian, einer hl. Theresia erf&uuml;llt sein: dass auch andere Seelen die &bdquo;so gro&szlig;e Liebe&ldquo; der besten aller M&uuml;tter kennenlernen. Dank IHRER &bdquo;so gro&szlig;en Liebe&ldquo; zu uns durften wir die Wahrheit kennenlernen und den einzigen Weg, der zum ewigen Gl&uuml;ck f&uuml;hrt. Wie sehr m&ouml;chte SIE ihre &bdquo;so gro&szlig;e Liebe&rdquo; allen ihren Kindern zeigen! Und genau das ist das Wesen des Ritters der Immaculata: Werkzeug in ihren H&auml;nden zu sein, damit ihre Liebe &bdquo;so sehr&rdquo; in die Seelen dringen kann, dass sie sich zum Heiland bekehren und gerettet werden.<br \/>\nBetrachten wir oft in tiefer Dankbarkeit unser Weihegebet und lassen wir uns jedes Mal von ihrer Liebe bewegen und unser Herz mit gro&szlig;em Verlangen erf&uuml;llen:<\/p>\n<p>&bdquo;Sich ihr selbst n&auml;hern, ihr &auml;hnlich werden, ihr erlauben, dass sie immer unser Herz und Wesen beherrscht, damit sie durch die Menschen lebt und wirkt, damit sie Gott mit unserem Herzen liebt. Dass wir ihr angeh&ouml;ren, uneingeschr&auml;nkt &#8211; das ist unser Ideal!<\/p>\n<p>Auf unsere Umgebung ausstrahlen, f&uuml;r sie die Seelen erobern, damit sich ihr die Herzen unserer N&auml;chsten &ouml;ffnen, damit sie in allen Herzen herrsche, die &uuml;berall auf der Welt schlagen, ohne Unterschied der Rasse, der Nationalit&auml;t, der Sprache, und dass sie in allen Herzen sei, die jemals sein werden bis zum Ende der Welt &#8211; das ist unser Ideal!<\/p>\n<p>Und dass ihr Leben sich in jeder Seele ausweite und wachse, in jeder Seele, die da ist und sein wird &#8211; das ist unser teures Ideal!&quot;<\/p>\n<p>Manila (Philippinen), am 3. November 2015<\/p>\n<p>Pater Karl Stehlin<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brief Nr. 3 an die Ritter der Immaculata<\/p>\n<p>\nLiebe Ritter der Immaculata!<\/p>\n<p>Erlauben Sie mir, Ihnen heute wiederum zu schreiben, um Ihnen vor allem die gro&szlig;e Freude mitzuteilen, dass dieses Wochenende in den Philippinen, auf der Insel Leyte, insgesamt 345 neue Ritter in die Militia Immaculatae aufgenommen wurden. 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