{"id":131,"date":"2015-12-19T09:32:00","date_gmt":"2015-12-19T09:32:00","guid":{"rendered":"http:\/\/migration.mi-admin.ch\/2015\/12\/19\/postsvorbereitung-auf-100-jahre-fatima-1917-ndash-2017-teil-2-von-pater-karl-stehlin-95\/"},"modified":"2017-02-11T22:11:00","modified_gmt":"2017-02-11T21:11:00","slug":"postsvorbereitung-auf-100-jahre-fatima-1917-ndash-2017-teil-2-von-pater-karl-stehlin-95","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/postsvorbereitung-auf-100-jahre-fatima-1917-ndash-2017-teil-2-von-pater-karl-stehlin-95\/","title":{"rendered":"Vorbereitung auf 100 Jahre Fatima: 1917 \u2013 2017; Teil 2, von Pater Karl Stehlin"},"content":{"rendered":"<h2>Fr&uuml;hling 1916 &ndash; die erste Erscheinung des Engels an Lucia<\/h2>\n<\/p>\n<h3>Francisco und Jacinta<\/h3>\n<p>\n<img alt=\"\" src=\"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/media\/Aktuelles\/children_communion.jpg\" style=\"width: 250px; height: 140px; border-width: 1px; border-style: solid; margin: 5px; float: right;\" \/>Die gro&szlig;en Ereignisse von Fatima begannen 1916 mit den drei Engelerscheinungen. Wenn etwas Au&szlig;ergew&ouml;hnliches in unserem Leben geschieht, m&uuml;ssen wir dessen Anfang und Ende beachten. Der Anfang bringt eine wichtige Ver&auml;nderung in unserem Leben in Gang (z.B. der Studienbeginn, die Bekehrung zum Glauben, das erste Treffen mit dem zuk&uuml;nftigen Ehepartner, die ersten Anzeichen einer Berufung etc.), das Ende ist wie die Krone und die Zusammenfassung von allem, was uns durch ebendieses Ereignis zugesto&szlig;en ist (die Priesterweihe, die Ehe, die Abschlusspr&uuml;fungen nach langen Studien etc.). &Auml;hnlich muss man bei den Offenbarungen Gottes ein spezielles Augenmerk auf deren Anfang und Ende haben: Der Anfang kann mit einem Fundament verglichen werden, worauf das Ganze gebaut wird, das Ende ist wie die Fertigstellung des Geb&auml;udes.<br \/>\nSeit 1916 hatten Francisco und Jacinta die Erlaubnis ihrer Eltern, zusammen mit ihrer Cousine Lucia die Schafe der beiden Familien zu h&uuml;ten. Lucia war 9, Francesco gerade 8 und Jacinta 6 Jahre alt. Eines Tages, im Fr&uuml;hling 1916, waren die Kinder mit ihren Schafen in den Olivenhainen in der N&auml;he ihre Dorfes Aljustrel. Wie &uuml;blich beteten sie um die Mittageszeit den Rosenkranz, assen ihr Mittagessen und spielten danach.<br \/>\n&bdquo;Wir hatten erst gerade mit Spielen angefangen, als ein starker Wind die B&auml;ume sch&uuml;ttelte. Wir schauten erschrocken auf, um zu sehen, was geschieht, denn der Tag war ungew&ouml;hnlich ruhig. Dann sahen wir &uuml;ber den Olivenb&auml;umen die Gestalt, von welcher ich bereits gesprochen hatte, auf uns zukommen. Jacinta und Francisco hatten sie niemals zuvor gesehen und ich hatte ihnen auch niemals davon erz&auml;hlt. Als sie sich uns n&auml;herte, konnten wir die Gestalt erkennen. Es war ein junger Mann, ungef&auml;hr 14 oder 15 Jahre alt, wei&szlig;er als Schnee, durchsichtig wie ein von Sonnenstrahlen durchleuchteter Kristall und von wunderbarer Sch&ouml;nheit.<br \/>\nWir waren &uuml;berrascht, ganz hingenommen und sprachlos vor Staunen.<br \/>\nBei uns angekommen, sagte er: &bdquo;F&uuml;rchtet euch nicht! Ich bin der Engel des Friedens! Betet mit mir!&ldquo;<br \/>\nHingekniet auf den Boden, beugte er sich nach vorn, bis seine Stirn den Boden ber&uuml;hrte.<br \/>\nVon einem &uuml;bernat&uuml;rlichen Antrieb geleitet, taten wir dasselbe und wiederholten die Worte, die wir ihn sagen h&ouml;rten:<br \/>\n&bdquo;O mein Gott, ich glaube, ich bete an, ich hoffe und ich liebe Dich! Ich bitte dich um Verzeihung f&uuml;r jene, die nicht glauben, nicht anbeten, nicht hoffen und dich nicht lieben!&ldquo;<br \/>\nNachdem er diese Worte dreimal wiederholt hatte, wandte er sich uns zu und sprach:<br \/>\n&bdquo;So sollt ihr beten. Die Herzen Jesu und Mariens achten auf eure Bittgebete.&ldquo; Dann verschwand er.<\/p>\n<\/p>\n<h3>Lasst uns &uuml;ber dieses erste Eingreifen des Himmels betrachten<\/h3>\n<p>1.    Der ungew&ouml;hnlich starke Wind:<br \/>\nWenn wir die gro&szlig;en Eingriffe Gottes in der Bibel betrachten, sind sie oft verbunden mit einem pl&ouml;tzlichen und geheimnisvollen Wind: z.B. der Prophet Elias auf dem Berge Horeb, die Apostel im Abendmahlssaal an Pfingsten. Auch als die Immaculata zum ersten Mal in Lourdes erschien, war die hl. Bernadette erstaunt &uuml;ber &bdquo;ein Ger&auml;usch das sich wie eine Windb&ouml;e anh&ouml;rte&ldquo;.<br \/>\nPsalm 103 lautet: &bdquo;Du machst den Wind zu deinem Vorl&auml;ufer, du wandelst auf den Fl&uuml;geln des Windes.&ldquo; Das hebr&auml;ische Wort f&uuml;r Geist kann mit &bdquo;starker Wind&ldquo; &uuml;bersetzt werden. Diese ersten Tatsachen bringen Fatima nahe an die gro&szlig;en Offenbarungen Gottes in der Welt heran. Durch den Wind schafft Gott eine &uuml;bernat&uuml;rliche Atmosph&auml;re, die die Dunkelheit und das B&ouml;se hinwegbl&auml;st und Licht und himmlischen Frieden bringt.<\/p>\n<p>2.    Das erste Wort: &bdquo;F&uuml;rchtet Euch nicht! Ich bin der Engel des Friedens&ldquo;<br \/>\nDiese Worte sind wie ein Echo des Evangeliums. Als der Engel Zacharias im Tempel erschien, um ihm die Empf&auml;ngnis des hl. Johannes des T&auml;ufers zu verk&uuml;nden sowie nachdem er Maria am Tag der Verk&uuml;ndigung gr&uuml;&szlig;te, sagte er: &bdquo;F&uuml;rchte dich nicht.&ldquo; Als er dem hl. Joseph erschien und als die Frauen am Ostersonntag zum Grab Jesu gingen, sagte er: &bdquo;F&uuml;rchtet euch nicht!&ldquo;<\/p>\n<p>3.    Die Erscheinung des Engels:<br \/>\nAls Lucia &uuml;ber die Engelserscheinung gefragt wurde, rief sie oft aus: &bdquo;Era de luz &ndash; er war aus Licht!&ldquo; Hier haben wir wieder ein Echo des Evangeliums: Der Engel, der die Auferstehung unseres Herrn verk&uuml;ndete, erschien wie ein Blitz, und seine Kleider waren wei&szlig;er als Schnee (Mt 28,3). Und der Evangelist beschreibt unseren Herrn w&auml;hrend seiner Verkl&auml;rung: Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden wei&szlig;er als Schnee (Mt 17,12). &bdquo;Gott ist Licht und in ihm ist kein Dunkel.&ldquo; (1 Jo 1,5), und wann immer er sich dazu herabl&auml;sst, sich den Menschen zu offenbaren (durch seine Engel oder seine hl. Mutter), erscheint er immer in Licht und Herrlichkeit. Dieses Geheimnis des Lichtes wird oft erw&auml;hnt bei den Offenbarungen in Fatima.<\/p>\n<p>4.    Die &uuml;berw&auml;ltigende g&ouml;ttliche Gegenwart:<br \/>\nLucia kommentiert die Erscheinung des Engels: &bdquo;Die &uuml;bernat&uuml;rliche Atmosph&auml;re, die uns umh&uuml;llte, war so intensiv, dass wir unsere eigene Existenz kaum noch wahrnahmen und auch nach der Erscheinung noch l&auml;ngere Zeit in derselben Haltung verblieben und fortw&auml;hrend dieselben Gebete wiederholten. Die Gegenwart Gottes machte sich so innig und intensiv bemerkbar, dass wir es nicht einmal wagten miteinander zu sprechen.&ldquo; Die Gegenwart Gottes ist etwas &uuml;berw&auml;ltigendes, fast vernichtend f&uuml;r unsere schwachen menschlichen Kr&auml;fte. Aber diese &bdquo;Vernichtung vor der g&ouml;ttlichen Gegenwart&ldquo; war f&uuml;r die drei Kinder die beste Schule wahrer Demut, welche vor allem in der innigen Kenntnis der unendlichen Heiligkeit Gottes und der Nichtigkeit der Kreatur begr&uuml;ndet ist.<\/p>\n<\/p>\n<h3>Die Lehre f&uuml;r uns<\/h3>\n<p>1.    Die Engel unter uns:<br \/>\nFatima beginnt mit einer Engelserscheinung. Gott will, dass wir uns der Existenz der &bdquo;unsichtbaren Welt&ldquo; bewusst sind, sie sch&auml;tzen und ihre Wichtigkeit f&uuml;r uns erkennen. Die Engel als reine Geister erinnern uns daran, dass wir f&uuml;r die Ewigkeit geschaffen sind: Sie sind ein Abglanz der Erhabenheit Gottes, seiner Majest&auml;t und Heiligkeit. In unserer materialistischen Welt, in der nur die Dinge etwas gelten, die mit unseren f&uuml;nf Sinnen wahrgenommen werden, ist die Gegenwart der Engel ein wichtiges Hilfsmittel: Sie verk&uuml;nden den Vorrang des Geistes gegen&uuml;ber der Materie, die Ewigkeit gegen&uuml;ber der Zeit.<\/p>\n<p>Die Engel sind auch ein Abglanz der unendlichen Sch&ouml;nheit Gottes &ndash; in s&auml;mtlichen Engelserscheinungen in der Geschichte wird deren unglaubliche Sch&ouml;nheit beschrieben, voll Glanz und Herrlichkeit. Da die Sch&ouml;nheit nach dem hl. Thomas von Aquin &bdquo;die gl&auml;nzende und glorreiche Manifestation des Wahren und Guten&ldquo; ist, so helfen uns die Engel das, was wahr und gut ist zu lieben und zu verehren, und gleichzeitig zu verabscheuen, was h&auml;sslich, falsch und b&ouml;se ist!<\/p>\n<p>Endlich sind sie ein Abglanz von Gottes allm&auml;chtiger Macht und Kraft.<br \/>\nDer hl. Erzengel Michael hat Luzifer und seinen Anhang aus dem Himmel vertrieben und in die H&ouml;lle gest&uuml;rzt.<\/p>\n<p>Der Name Gabriel bedeutet &bdquo;Kraft Gottes&ldquo;.<\/p>\n<p>Rafael f&uuml;hrte Tobias mit gro&szlig;er Kraft und besch&uuml;tzte ihn vor den schlimmsten &Uuml;beln.<\/p>\n<p>Gerade in unserer Zeit sp&uuml;ren wir unsere extreme Schwachheit und Unzul&auml;nglichkeit: Zun&auml;chst zeigt uns jede Gewissenserforschungen, dass wir v&ouml;llig degeneriert sind im Vergleich zu den starken Generationen unserer Vorfahren. Und auch wegen der &uuml;berall herrschenden &bdquo;Macht der Finsternis&ldquo; in unserer Zeit ben&ouml;tigen wir umso mehr die Gegenwart und den Schutz der Engel, sodass wir sicher alle Versuchungen &uuml;berstehen.<\/p>\n<p>Wir d&uuml;rfen nicht vergessen, dass Gott uns die Engel gesandt hat um uns zu besch&uuml;tzen, f&uuml;r uns zu sorgen und uns zu f&uuml;hren. Grunds&auml;tzlich untersch&auml;tzen wir v&ouml;llig ihre Macht und ihr Verlangen, uns in allen Situationen des Lebens beizustehen. In Fatime lehrte der Engel die Kinder zu beten und sie beteten mit ihm. Wenn wir uns der Gegenwart der Engel bei jeder heiligen Messe bewusst w&auml;ren, ihr ununterbrochenes Loben und Anbeten vor jedem Tabernakel, mit welch gro&szlig;er Ehrfurcht und Liebe sie ihrer himmlischen K&ouml;nigin begegnen, w&uuml;rde sich unser geistliches Leben unverz&uuml;glich &auml;ndern, weil sie die geb&uuml;hrende Atmosph&auml;re schaffen w&uuml;rden, in welcher sich unsere Seelen Gott &ouml;ffnen k&ouml;nnten.<\/p>\n<p>2.    Die Majest&auml;t Gottes:<br \/>\nDieser gro&szlig;artige, majest&auml;tische Engel, was wird er den Kindern sagen, wie wird er sich verhalten? Er kniet auf die Erde nieder und neigt seine Stirne zur Erde, um Gott anzubeten. Wenn ein Engel schon so eine Majest&auml;t hat, dass die Kinder in seiner Gegenwart kaum atmen k&ouml;nnen, was w&uuml;rden wir dann sagen, wenn Millionen von Engeln vor Gottes Majest&auml;t zu Boden fallen?! &bdquo;Alle Engel standen um seinen Thron, sie fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an&ldquo; (Apk 7,11).<br \/>\nWas ist der gro&szlig;e Anfang in Fatima? Ein Gebet!<br \/>\nUnd wie beginnt dieses Gebet? &bdquo;O mein Gott&ldquo;!<br \/>\n&#8211;    Verlorene Wahrheit &uuml;ber Gottes unendliche Majest&auml;t und Gr&ouml;&szlig;e. Unendlicher Ozean! Die Sch&ouml;pfung ist nichts vor ihm.<br \/>\n&#8211;    Das bedeutet f&uuml;r uns, dass der Anfang und das Ende, das eine Notwendige, das unum necessarium, das Zentrum der Welt und allen Lebens nicht wir sind, sondern Gott: O mein Gott!<br \/>\n&#8211;    Und alle Kreaturen sind vor ihm Staub. Deshalb das Niederwerfen, der Kniefall &ndash; sichtbare Zeichen, damit wir die Wahrheit anerkennen und Gottes Vorherrschaft und unsere Unterwerfung begreifen: &bdquo;Du bist der Anfang und das Ende, der Ursprung und das Ziel, das Fundament und die Vollendung. Ich bin nichts: Ich existieren nur durch dich, in dir, f&uuml;r dich!&ldquo;<\/p>\n<p>3.    Haupttugenden: Glaube, Hoffnung, Liebe &ndash; das Wesentliche unseres Lebens!<\/p>\n<p>Das Gebet f&auml;hrt fort, um uns in Beziehung zu Gott zu setzen. Wenn Gott alles ist, dann ist es von gr&ouml;&szlig;ter Wichtigkeit, dass wir ihm gegen&uuml;ber die richtige Haltung haben. Und diese ist: &bdquo;Ich glaube, ich bete an, ich hoffe, ich liebe dich!&ldquo;<\/p>\n<p>Ich glaube, ich anerkenne die unsichtbare Welt Gottes, ich bin &uuml;berzeugter von dem, das du mir offenbarst, als von der sichtbaren Welt, die mich umgibt. Ich glaube &ndash; ich anerkenne die Wirklichkeit Gottes, meine Augen &ouml;ffnen sich f&uuml;r die Wahrheit und f&uuml;r das einzig wahre Leben &ndash; das Wesen Gottes und seine T&auml;tigkeit.<\/p>\n<p>Anbetung ist die unmittelbare Reaktion auf die Offenbarung Gottes. Wenn ich durch den Glauben verstehe, dass Gott mein alles ist und ich vollst&auml;ndig von ihm abh&auml;nge, dann muss ich das auch zeigen.<\/p>\n<p>Anbetung ist die Anerkennung, dass Gott mein Ursprung und Ziel, mein alles ist. Und das wahre Verst&auml;ndnis meiner selbst: Ich bin komplett von ihm anh&auml;ngig, ich geh&ouml;re ihm.<\/p>\n<p>Hoffnung ist der Wunsch, Gottes Willen zu erf&uuml;llen, der Wunsch zu Gott zu gelangen.<\/p>\n<p>Wer auch immer Gottes Gr&ouml;&szlig;e, Gl&uuml;ck und Liebe gesehen hat, sehnt sich automatisch nach diesem unendlichen Gl&uuml;ck. Hoffnung bedeutet aber auch, auf Gottes Versprechen vertrauen. Wir k&ouml;nnen nur auf die ewige Gl&uuml;ckseligkeit hoffen und uns danach sehnen, weil Gott uns als seine Kinder zu diesem Leben einl&auml;dt, weil er uns einen Platz im Himmel vorbereitet hat.<\/p>\n<p>Liebe ist die Vereinigung der Herzen: Es ist die vollkommene Antwort auf die Liebe Gottes, die uns erschaffen und erl&ouml;st hat, und die uns einen Platz in seinem eigenen g&ouml;ttlichen Leben zugedacht hat. Es ist der Gipfel unseres Lebens, das edelste und beste, das wir tun k&ouml;nnen, eigentlich das einzig wertvolle in unserem Leben.<\/p>\n<p>&bdquo;Am Ende unseres Lebens werden wir danach gerichtet, wie viel wir geliebt haben&ldquo; sagen die heiligen Theresia vom Kinde Jesu und Johannes vom Kreuz.<\/p>\n<p>4.     Geheimnis der S&uuml;nde &ndash; Notwendigkeit der S&uuml;hne<\/p>\n<p>&bdquo;Ich bitte um Verzeihung f&uuml;r die, die nicht glauben&hellip;&ldquo; Es ist sehr interessant und wichtig, dass der Engel unmittelbar nach der Darlegung des Wesentlichen in unserem Leben (unsere Beziehung zu Gott) den Kindern vom Gegenteiligen, der Leugnung Gottes, spricht: von der S&uuml;nde.<\/p>\n<p>Von Anfang an erscheint in Fatima ein weiteres Thema, welches heute v&ouml;llig vergessen wird: Dass die Geschichte der Menschheit ein konstanter Kampf zwischen zwei gegens&auml;tzlichen Kr&auml;ften ist: Gottes K&ouml;nigreich und die Tyrannei des Teufels, &bdquo;Ja&ldquo; zu Gott und &bdquo;Nein&ldquo; zu Gott (diejenigen, die nicht glauben, nicht anbeten, nicht lieben).<\/p>\n<p>Es w&auml;re die schlimmste Illusion wenn wir uns ein Leben &bdquo;in einer neuen Welt, einem Paradies auf Erden&ldquo; vorstellen w&uuml;rden und dass wir alle zusammen in Liebe und Freundschaft zusammen leben werden.<\/p>\n<p>Nein &ndash; es gibt einen Krieg zwischen &bdquo;Ja&ldquo; und &bdquo;Nein&ldquo; gegen&uuml;ber der Wahrheit Gottes &ndash; und nur diejenigen, die in der Haltung des &bdquo;Ja&ldquo; bis zum Ende ausharren werden gerettet werden, gem&auml;&szlig; der deutlichen Aussage unseres Herrn selbst.<\/p>\n<p>Aber wie soll unsere Haltung sein gegen&uuml;ber denjenigen, die an die Feinde Gottes glauben, gegen&uuml;ber den Anh&auml;ngern des &bdquo;non serviam&ldquo; (ich will nicht dienen) Satans? Hass? Gleichg&uuml;ltigkeit? Wut? Ungl&uuml;cklicherweise ist dies ganz oft unsere Reaktion gegen&uuml;ber dem B&ouml;sen, das uns umgibt.<\/p>\n<p>Der Engel lehrt eine andere Sprache: &bdquo;Ich bitte um Verzeihung f&uuml;r jene&hellip;&ldquo;. Dieser kleine Satz muss immer und immer wieder betrachtet werden:<\/p>\n<p>Erstens ist es der &auml;u&szlig;erste Akt der Zerknirschung und Reue: um Vergebung bitten.<\/p>\n<p>Der erste Liebesakt eines S&uuml;nders ist die Reue und die bitte um Verzeihung. Da wir alle S&uuml;nder sind, m&uuml;ssen wir alle um Verzeihung bitten.<\/p>\n<p>Wer sind die, &bdquo;die nicht glauben&ldquo;?<\/p>\n<p>Nicht nur die anderen, ich selbst geh&ouml;re auch zu &bdquo;jenen&ldquo;. Wie oft in meinem Leben lasse ich es an Glauben mangeln, an Unterwerfung (Anbetung), an Gottvertrauen, an wahrer Sehnsucht, an Liebe zu Gott und zum N&auml;chsten? Die Tatsache, dass ich selbst im &bdquo;Licht&ldquo; bin, habe ich nicht mir zu verdanken, nicht meinen F&auml;higkeiten, meiner Gro&szlig;herzigkeit, sondern allein der unendlichen G&uuml;te Gottes.<\/p>\n<p>Deshalb vereinige ich mich jetzt mit all denen, die jetzt sind, was ich einst war (wom&ouml;glich noch nicht lange her&hellip;) und bitte um Verzeihung! Diese Solidarit&auml;t ist ein echter Akt der Liebe zum N&auml;chsten, denn die wahre Liebe will f&uuml;r den N&auml;chsten &bdquo;nur das Beste&ldquo; und das &bdquo;erste Beste&ldquo; ist die Vergebung der S&uuml;nden, denn ohne Vergebung kann man nicht gerettet werden.<\/p>\n<p>Zweitens zeigt uns dieses Gebet, welches das wirklich h&ouml;chste Gut und das einzig gr&ouml;&szlig;te &Uuml;bel ist.<\/p>\n<p>Wenn ganz zu Beginn in Fatima das Wort &bdquo;ich bitte um Verzeihung&ldquo; erscheint, dann verstehen wir wie schrecklich es ist, &bdquo;nicht zu glauben, &hellip;. Gott nicht zu lieben&ldquo;. Und eine der wichtigsten Aufgaben in unserem Leben ist es, dass wir uns dessen bewusst sind. Das wird der Engel in der n&auml;chsten Erscheinung best&auml;tigen.\n <\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2>Fr&uuml;hling 1916 &ndash; die erste Erscheinung des Engels an Lucia<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Francisco und Jacinta<\/h3>\n<p>\nDie gro&szlig;en Ereignisse von Fatima begannen 1916 mit den drei Engelerscheinungen. Wenn etwas Au&szlig;ergew&ouml;hnliches in unserem Leben geschieht, m&uuml;ssen wir dessen Anfang und Ende beachten.<\/p>\n<p><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/postsvorbereitung-auf-100-jahre-fatima-1917-ndash-2017-teil-2-von-pater-karl-stehlin-95\/\">Weiterlesen &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[18],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/131"}],"collection":[{"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=131"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/131\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2907,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/131\/revisions\/2907"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}