{"id":14605,"date":"2018-12-10T17:45:45","date_gmt":"2018-12-10T16:45:45","guid":{"rendered":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/?p=14605"},"modified":"2018-12-10T17:45:45","modified_gmt":"2018-12-10T16:45:45","slug":"pater-direktors-brief-nr-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/pater-direktors-brief-nr-12\/","title":{"rendered":"Pater Direktors Brief Nr. 12"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Ritter der Immaculata!<\/p>\n<p>Mit Freude und Dankbarkeit darf ich Sie informieren, dass unser neuer Generaloberer die Errichtung der internationalen Zentrale der MI in Warschau erlaubt und gesegnet hat. Er hat auch ein Empfehlungswort zum \u201eHandb\u00fcchlein der MI\u201c geschrieben, das bereits in englischer, franz\u00f6sischer und spanischer Sprache erschienen ist und auch bald auf Deutsch erh\u00e4ltlich sein wird. Es ist eine Zusammenfassung aller Belange der MI: vor allem ihr Wesen sowie ihre Berechtigung, N\u00fctzlichkeit und Aktualit\u00e4t. Auch wird in einem besonderen Kapitel das Verh\u00e4ltnis der MI zu anderen Bewegungen erkl\u00e4rt, da es gerade hinsichtlich anderer marianischer Bewegungen immer wieder zu Missverst\u00e4ndnissen und Misstrauen kommt. Der wohl wichtigste Abschnitt behandelt die konkrete Existenz der MI: die Aufnahme in die MI und insbesondere die Beharrlichkeit der Ritter.\u00a0 Es ist immer einfach, etwas zu beginnen \u2013 hingegen \u00fcberaus schwer, etwas weiterzuf\u00fchren und zu bewahren. Jede Vereinigung steht und f\u00e4llt mit der Frage, wie man die Mitglieder bei der Stange h\u00e4lt und ihren ersten Eifer bewahrt oder sogar noch vertieft. Dies ist sicher auch die gro\u00dfe Frage jedes Katholiken und besonders jedes Ritters: Wie kann ich treu bleiben und immer noch treuer werden?<\/p>\n<p>Die eine Antwort kommt von au\u00dfen: Es ist Sache der Leitung der MI, den Rittern st\u00e4ndig Waffen und Munition f\u00fcr den Kampf um die Seelen zur Verf\u00fcgung zu stellen, sie auf mannigfache Weise zu motivieren, immer bessere Werkzeuge in den H\u00e4nden der Immaculata zu werden. Die ganze Struktur der MI wurde geschaffen, um die Apostolatsmittel herzustellen und sie den Rittern mit einer entsprechenden Gebrauchsanleitung in die Hand zu geben: deshalb die regelm\u00e4\u00dfigen Zeitschriften, die Briefe, Flugbl\u00e4tter, die MI-Ecke usw.<\/p>\n<p>Die andere Antwort muss vom Inneren des Ritters selbst kommen: Was n\u00fctzen alle diese gerade genannten Bem\u00fchungen, wenn der Ritter sie ignoriert? Wenn er nicht nimmt, was ihm angeboten wird, und sich nicht oder kaum damit befasst? Dann darf man sich nicht wundern, wenn man auf einmal feststellt, zu den schlafenden Rittern zu geh\u00f6ren, welche ihren Versprechen, wenigstens einmal im Tag etwas f\u00fcr die Immaculata und das Heil der Seelen zu tun, untreu werden. Wie wichtig ist es demnach, dass wir um Treue und Gro\u00dfmut beten, aber auch \u00fcber das Wesen des Ritters immer wieder betrachten, das so tief zusammengefasst ist im Weihegebet.<\/p>\n<p>Versuchen wir, dies ein wenig besser zu verstehen:<\/p>\n<p>Das Fundament der MI ist Maria, die Mittlerin aller Gnaden: Ein Privileg, das uns lehrt, dass alle Gnaden der Bekehrung und Heiligung, die von unserem Herrn durch sein Leiden und seinen Tod am Kreuz verdient wurden, Maria anvertraut sind, damit sie dieselben an die Menschen guten Willens verteilen kann, \u201ewann sie will, an wen sie will, wie sie will, soviel sie will\u201c (hl. Bernhard). Diese Vermittlung der Gnaden geschieht in doppelter Richtung: Zun\u00e4chst flie\u00dfen sie vom heiligsten Herzen Jesu durch die H\u00e4nde der Unbefleckten zu uns herab. Gottes Licht und Gnade sucht uns heim, bekehrt und heiligt uns. Auf dieses sch\u00f6pferische und erl\u00f6sende Wirken Gottes haben wir zu reagieren: Unser ganzes Dasein besteht darin, zu Gott zur\u00fcckzukehren. Nun muss unsere R\u00fcckkehr zu Gott auf die gleiche Weise erfolgen, wie Gott zu uns gekommen ist, n\u00e4mlich durch Maria.\u00a0 Dies dr\u00fcckt schon seit dem christlichen Altertum das ber\u00fchmte Axiom aus: \u201edurch Maria zu Jesus\u201c. Selbst die Muttergottes in Fatima best\u00e4tigt dies mit den einfachen Worten: \u201eMein unbeflecktes Herz wird deine Zuflucht sein und der Weg, der dich zu Gott f\u00fchrt.\u201c<\/p>\n<p>Nun aber zwingt Gott keinen Menschen, sondern er will unsere freie Zustimmung zu seinem Heilswirken an uns. Deshalb kann Maria ihre Sendung als Mittlerin nur dann in uns verwirklichen, wenn wir dies auch klar wollen, wenn wir sie durch einen Willensakt, durch ein bewusstes und entschiedenes \u201eJa\u201c annehmen. Die Mittlerin wird ihr ganzes liebendes Wirken in uns in dem Ma\u00dfe entfalten, als wir uns ihr schenken durch einen Akt der Hingabe, der Weihe unserer selbst.<\/p>\n<p>Bestimmen wir etwas n\u00e4her, was wir in unserem Weiheakt der Muttergottes schenken. Wir haben gesehen, dass es in unserem geistlichen Leben zwei gro\u00dfe Wirklichkeiten gibt: unsere Beziehung zu Gott und unsere Beziehung zum N\u00e4chsten. Daraus ergeben sich zwei verschiedene Weiheakte, die sich gegenseitig erg\u00e4nzen:<\/p>\n<ol>\n<li>a) Zuerst geben wir uns Maria hin, damit sie ganz unsere Mutter und Herrin und wir ihr Kind und Sklave werden. Dies ist der wichtige und grundlegende Akt der Ganzhingabe, der im Grunde bereits unsere totale Hingabe an Maria ausdr\u00fcckt, der aber konkret auf unsere eigene Heiligung, unsere pers\u00f6nliche R\u00fcckkehr zu Gott durch Maria begrenzt ist. So wollte es die Vorsehung, indem sie den heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort inspirierte, die Ganzhingabe an Maria zu verfassen, die uns wunderbar im \u201eGoldenen Buch\u201c dargelegt wird.<\/li>\n<li>b) Dann geben wir uns Maria hin, damit sie unser Leben in der Welt in die Hand nimmt, n\u00e4mlich die Aufgaben, die wir darin zu erf\u00fcllen haben. Sie soll nun die Hauptursache (nat\u00fcrlich immer Gott untergeordnet) all unseres Handelns und unserer Beziehung zu anderen sein, und sie m\u00f6ge uns als \u201eWerkzeug in ihren makellosen H\u00e4nden\u201c ansehen. Der Weiheakt des hl. Maximilian Kolbe beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung der Weihe nach dem heiligen Grignion von Montfort. Haupts\u00e4chlich besteht er aber darin, dass wir Maria bitten, alle unsere F\u00e4higkeiten in Besitz zu nehmen, um sie zu Kan\u00e4len zu machen, durch die sie in den Seelen die Wunder der Bekehrung und Heiligung vollbringen kann. Dadurch wird es ihr m\u00f6glich, \u201edas Haupt der Schlange zu zerschlagen\u201c, \u201ealle H\u00e4resien auf der ganzen Erde zu \u00fcberwinden\u201c und so immer mehr \u201edie Herrschaft des hl. Herzens unseres Herrn\u201c zu begr\u00fcnden.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Und das genau m\u00f6chte ich Ihnen als Jahresvorsatz f\u00fcr das Jahr 2019 vorschlagen: dass unsere Weihe an die Immaculata \u2013 als ihre Werkzeuge \u2013immer mehr alle Bereiche unseres Lebens durchdringe, damit wir das, was wir ihr durch das Gebet schenken, auch im t\u00e4glichen Leben konkret umsetzen.<\/strong><\/p>\n<p>Das bedeutet zun\u00e4chst: oft den Weiheakt betrachtend beten, jeden Satz, jedes Wort darin sozusagen auskosten, um es so tief wie m\u00f6glich zu erfassen. Ganze geistliche Welten \u00f6ffnen sich hinter den Worten \u201eMaria, die uns so sehr liebt\u201c, \u201ewelcher Gott die ganze Ordnung der Barmherzigkeit anvertraut hat\u201c, \u201eWerkzeug\u201c etc. Unsere Briefe w\u00e4hrend diesem Jahr sollen vor allem in diese geistlichen Tiefen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Dann aber kommt das eigentlich wichtige und schwierige: die Umsetzung der Weihe im Alltag. Dazu braucht es eine einzige wesentliche Grundhaltung: Gro\u00dfherzigkeit! Wenn man allgemein kleinlich und knauserig ist, wenn man dauernd nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, dann kann man dem Ruf Christus des K\u00f6nigs nicht folgen, dann wird jeder Wunsch, Gott zu lieben und seinen Willen zu erf\u00fcllen, im Keim erstickt. Deshalb m\u00fcssen wir alle zuerst einmal versuchen, in unserem Alltag gro\u00dfherzig zu sein: gro\u00dfherzig eine Verdem\u00fctigung annehmen, gro\u00dfherzig die Fehler und Macken der anderen ertragen, gro\u00dfherzig die Wundert\u00e4tige Medaille und Flugbl\u00e4tter verteilen, gro\u00dfherzig den Rosenkranz zu Ende beten,\u00a0 gro\u00dfherzig etwas f\u00fcr die Immaculata spenden. \u2013 Also nicht nur etwas tun, sondern es gro\u00dfherzig tun!<\/p>\n<p>Diese Gro\u00dfherzigkeit in der Umsetzung unserer Weihe an die Immaculata wollen wir alle f\u00fcreinander erbitten, indem wir alle Ritter dem Christkind und seiner Mutter zu F\u00fc\u00dfen legen, damit das helle Licht der heiligen Weihnacht uns alle mit Gnaden erf\u00fclle und diese durch unser Rittersein weiterflie\u00dfen in die Herzen der armen S\u00fcnder.<\/p>\n<p>Buccaramanga, am 25. November 2018<\/p>\n<p>Ihr dankbarer P. Karl Stehlin<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Ritter der Immaculata! Mit Freude und Dankbarkeit darf ich Sie informieren, dass unser neuer Generaloberer die Errichtung der internationalen Zentrale der MI in Warschau erlaubt und gesegnet hat. 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