{"id":14917,"date":"2019-01-08T20:33:14","date_gmt":"2019-01-08T19:33:14","guid":{"rendered":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/?p=14917"},"modified":"2019-01-08T20:33:14","modified_gmt":"2019-01-08T19:33:14","slug":"wohin-gehst-du","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wohin-gehst-du\/","title":{"rendered":"Wohin gehst Du?"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein Text vom hl. Maximilian Kolbe (aus <\/em><em>The Writings of St. Maximilian Maria Kolbe, Volume 2, Nerbini International, 2016)<\/em><\/p>\n<p>Wohin gehst du im Laufe deines Lebens? Jeden Tag, jede Stunde handelst du, denkst du, sagst du\u00a0 immer etwas. Zu welchem Zweck? Die Wahrheit ist, dass du nach etwas strebst, entweder n\u00e4her oder weiter weg. Und ihr strebt danach, weil ihr hofft, dass es euch einen Hauch von Gl\u00fcck bringen kann. Ein solches Streben nach Gl\u00fcck ist so nat\u00fcrlich, dass kein Mensch auf der Welt existiert, der sich nicht nach Gl\u00fcck sehnt. Allein aus diesem Grund horten die Menschen Geld, suchen Ruhm und Vergn\u00fcgen, um Gl\u00fcck zu finden. Ist es nicht wahr, dass du an allen Orten und in allen Dingen auf dieser Erde immer nach Gl\u00fcck gesucht hast?<\/p>\n<p>Doch nichts war in der Lage, deinem Herzen volle Freude zu bereiten. Du hast erkannt, dass du durch das Setzen deines Ziels auf irdisches Gl\u00fcck immer auf Entt\u00e4uschung gesto\u00dfen bist; du bist auf Grenzen gesto\u00dfen. Und du h\u00e4ttest dir etwas mehr gew\u00fcnscht, etwas Dauerhafteres. Hast du vielleicht nicht bemerkt, dass alle f\u00fcr einen bestimmten Zweck bestimmten Mittel begrenzt sind und dass ihre Grenze gerade darin liegt, dass sie auf einen bestimmten Zweck ausgerichtet sind? Die Mittel sind berechtigt, soweit sie zur Erreichung dieses Zwecks notwendig und ausreichend sind. Ebenso sind auch Waren kein Zweck, sondern ein Mittel, und man kann und sollte sie nur als solche nutzen. Wenn du sie dir also zum Ziel setzt, werden sie nie ausreichen.<\/p>\n<p>Halte inne und denk dar\u00fcber nach: Wann wirst du jemals ganz gl\u00fccklich sein? Lass deiner Phantasie freien Lauf, um f\u00fcr dich die Burg des Gl\u00fccks aufzubauen, von der du getr\u00e4umt hast. Versuche, dir alles vorzustellen, was du jemals wolltest, und frage dich selbst: Was w\u00e4re, wenn es mehr w\u00e4re? Und wenn es l\u00e4nger dauerte? Du wirst immer die Antwort h\u00f6ren: Wenn du noch nach etwas Besserem streben kannst, d.h. wenn deine Seele immer noch nicht ganz zufrieden ist, hast du das Gl\u00fcck, deinen Zweck nicht erreicht. Und welche Grenze du noch \u00fcberwinden musst, es wird immer ein Hindernis f\u00fcr vollkommenes Gl\u00fcck sein. Das bedeutet, dass du Gl\u00fcck begehrst, aber ein Gl\u00fcck ohne Grenzen: unendlich, ewig. Alles in dieser Welt ist begrenzt, so dass es nicht ausreichen w\u00fcrde, auch nur eine einzige Seele zu befriedigen. Und diejenigen, die sich nach Gl\u00fcck sehnen, sind so viele wie die Menschen, die unter der Sonne leben.<\/p>\n<p>Wo liegt dann unser Ziel? In der Natur sehen wir, dass alle nat\u00fcrlichen Triebe zum Tragen kommen: das Auge will sehen und es tut es; das Ohr will h\u00f6ren und es kann; der K\u00f6rper will gen\u00e4hrt werden und es kann sein. Wie k\u00f6nnte der k\u00fchnste und wichtigste Wunsch der Seele, um dessentwillen wir alles \u00dcbrige begehren, unerf\u00fcllt bleiben? Nein, auch ein solches Verlangen hat seine eigene Erf\u00fcllung, n\u00e4mlich den unendlichen und ewigen Gott.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Text vom hl. Maximilian Kolbe (aus The Writings of St. Maximilian Maria Kolbe, Volume 2, Nerbini International, 2016) Wohin gehst du im Laufe deines Lebens? Jeden Tag, jede Stunde handelst du, denkst du, sagst du\u00a0 immer etwas. Zu welchem Zweck? 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