{"id":159,"date":"2016-06-06T19:00:00","date_gmt":"2016-06-06T19:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/migration.mi-admin.ch\/2016\/06\/06\/postsmi-rundbrief-juni-138\/"},"modified":"2017-02-11T22:10:25","modified_gmt":"2017-02-11T21:10:25","slug":"postsmi-rundbrief-juni-138","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/postsmi-rundbrief-juni-138\/","title":{"rendered":"MI Rundbrief Juni"},"content":{"rendered":"<p><img style=\"width: 150px; height: 200px; float: right;\" src=\"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/media\/Aktuelles\/rundbrief_icon.jpg\" alt=\"\" \/>Pater Direktors Brief Nr. 1<\/p>\n<p>Liebe Ritter der Immaculata!<\/p>\n<p>Wenn der hl. Maximilian seinen Rittern schrieb, nannten diese seine Briefe \u201edie Briefe von unserem Pater Direktor\u201c. Nach seinem Tod f\u00fchrten seine Nachfolger, die internationalen Moderatoren der MI, diese Tradition eine lange Zeit weiter, aus dem einfachen Grund, da es f\u00fcr die Ritter einfacher war, den Begriff \u201eDirektor\u201c zu verwenden als den eher komplizierten kanonischen Begriff \u201einternationaler Moderator\u201c. Da die g\u00f6ttliche Vorsehung durch die Stimme des Generaloberen Ihren Diener zum internationalen Moderator der \u201eMilitia Immaculatae \u2013 traditionelle Observanz\u201c ernannt hat, erlauben Sie mir bitte, in die Fu\u00dfstapfen des heiligen Gr\u00fcnders der MI zu treten und Ihnen mehr oder weniger regelm\u00e4\u00dfig den \u201ePater Direktors Brief\u201c zu senden.<\/p>\n<p>Da die Ritter damals im hl. Maximilian ihren Vater und F\u00fchrer sahen, so bitte ich heute dem\u00fctig um Ihre Gebete, dass ich ein treues Abbild von ihm werden m\u00f6ge, sodass er in dieser Zeit, in der uns in erschreckender Weise die V\u00e4ter und F\u00fchrer fehlen, wieder und sogar noch mehr \u201eunser geliebter Vater\u201c wird.<\/p>\n<p>In diesem ersten Brief m\u00f6chte ich Sie \u00fcber den Ursprung der Militia Immaculatae in ihrer traditionellen Observanz informieren und Ihnen einen kurzen historischen Bericht von deren Entstehung bis in unsere Zeit geben.<\/p>\n<p>Es war in unserem ersten Seminarjahr 1981, als die Leitung der katholischen Jugendbewegung (KJB) in Deutschland ein Heft herausgab, welches dem Leben und apostolischen Wirken des hl. Maximilian Kolbe gewidmet war. Wir Seminaristen waren begeistert, diesen Heiligen unserer Zeit kennen zu lernen, der dem traditionellen Glauben so absolut treu und so eifrig im Apostolat war, und gleichzeitig mit den damals modernen technischen Mitteln arbeitete. Ein Heiliger, der auch in der heutigen Zeit junge Leute fasziniert.<\/p>\n<p>Die Frage bez\u00fcglich der Bekehrung von jungen Leuten tauchte wieder auf, als wir 1986 nach Afrika berufen wurden. Von der Botschaft der Erscheinungen Unserer Lieben Frau von Fatima (die drei B\u00e4nde von Bruder Michel von der hl. Dreifaltigkeit) und von der Biographie des hl. Maximilian Kolbe (von Maria Winowska) inspiriert, gr\u00fcndete Pater Loic Duverger 1988 eine M\u00e4dchenbewegung, die \u201eKompanie der Immaculata\u201c. Da die MI aus drei Gruppen besteht, wurden die M\u00e4dchen aufgeteilt in \u201eKinder, Diener und Apostel der Immaculata\u201c, sodass jede der Gruppen noch gro\u00dfherziger die Bitten des unbefleckten Herzens Mariens von Fatima erf\u00fcllen k\u00f6nne. Jedes einzelne der M\u00e4dchen wurden mit der Zeit immer gro\u00dfherziger im Ringen um die Bekehrung von anderen M\u00e4dchen.<\/p>\n<p>Das Resultat war \u00fcberw\u00e4ltigend: Bereits 5 Jahre danach wurden Gruppen der \u201eCI\u201c in verschiedenen Regionen der Hauptstadt von Gabun gegr\u00fcndet, um die Kinder in der Nachbarschaft zu bekehren; viele \u201eApostel\u201c wurden als Katecheten f\u00fcr 1500 Kinder in unserer Mission \u201eSt. Pius X.\u201c eingesetzt.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des 75. Jubil\u00e4ums von Fatima spielte die \u201eKompanie der Immaculata\u201c mehrmals ein Theater \u00fcber die Erscheinungen von Fatima, und gewann Hunderte von neuen Leuten f\u00fcr die Kirche. Aber die wunderbarste Frucht war die innere Wandlung vieler junger M\u00e4dchen, die ein authentisches inneres Leben im Glauben lebten und manchmal heroischen Mut bewiesen, um ihren Glauben in einem heidnischen Umfeld oder sogar in der eigenen Familie zu verteidigen. Einige von ihnen brachten ihre Eltern und Geschwister zum Glauben. Unter denen, die aufgrund verschiedener tropischer Krankheiten fr\u00fch starben, konnten wir einen seltenen Grad an Tugend und sogar Heiligkeit beobachten. Solche unglaublichen \u00dcberraschungen best\u00e4rkten uns in der \u00dcberzeugung von der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Macht der Immaculata in unserer Zeit, von der au\u00dferordentlichen Wichtigkeit von Fatima und von der Notwendigkeit, all unser apostolisches Wirken nur mit IHR und unter IHREM Kommando zu tun.<\/p>\n<p>Aber erst, als wir 1994 \u00fcberraschenderweise nach Polen berufen wurden, um dort das Werk der katholischen Tradition zu beginnen, entdeckten wir wirklich, wer der hl. Maximilian Kolbe und seine Militia eigentlich waren. Das Studium seiner Briefe und Vortr\u00e4ge in seiner Muttersprache lie\u00dfen uns sein universales Genie entdecken: kontemplativ und aktiv zugleich, ein Theologe der tiefsten Mysterien Mariens und ein Meister der Organisation, der die modernen technischen Mittel und Erfindungen benutzte, um unsere K\u00f6nigin unter Millionen von Leuten bekannt und beliebt zu machen.<\/p>\n<p>Dieser st\u00e4ndig totkranke kleine M\u00f6nch gr\u00fcndete eine der wichtigsten marianischen Bewegungen der Welt, die dritte nach der \u201eLegion Mariens\u201c und der \u201eBlauen Armee Unserer Lieben Frau von Fatima\u201c, er\u00f6ffnete ohne jegliche materiellen G\u00fcter ein Kloster namens \u201eStadt der Unbefleckten\u201c, welches innerhalb von 15 Jahren zum gr\u00f6\u00dften Kloster der Welt seit dem Mittelalter heranwuchs, mit beinahe 1000 Bewohnern. Nicht genug damit, die Herzen der Menschen im Vaterland in Liebe zu Maria entflammt zu haben, lie\u00df er sich in die Mission ins ferne Asien entsenden, mit dem Wunsch ihr \u201eeine Milliarde Seelen\u201c zu F\u00fcssen zu legen. Am Ende folgte auf sein heroisches Leben sein heroischer Tod im Hungerbunker von Auschwitz: er starb f\u00fcr einen Mitgefangenen, einen Familienvater.<\/p>\n<p>Als wir uns 1998 in Warschau niederlie\u00dfen, um das erste Priorat zu er\u00f6ffnen, war es klar, dass wir dem nahegelegenen Niepokalanow, der Stadt der Unbefleckten, einige Besuche abstatteten. Es war, als ob wir dem Heiligen selbst begegneten, als wir die \u00dcberreste dieses gigantischen Apostolats (Museum, Kapelle, Wohnr\u00e4ume des hl. Maximilian Kolbe, Friedhof\u2026) betrachteten. Es war eine einmalige Erfahrung mit den \u00e4lteren Br\u00fcdern, die ihn pers\u00f6nlich kannten, lange Unterhaltungen zu f\u00fchren. Indes mussten wir auch die andere Seite der MI kennen lernen: Die St\u00e4tte war voller charismatischer Bewegungen, der Buchladen gef\u00fcllt mit sehr liberalen und modernistischen B\u00fcchern, wir waren oft Zeuge von liturgischen Zeremonien und Treffen, bei welchen sich ganze Menschenmassen erregten Gef\u00fchlsausbr\u00fcchen hingaben, wie man sie in jedem Open-Air Rock Konzert findet. 1997 wurden auch die neuen Statuten der MI ver\u00f6ffentlicht, die von den urspr\u00fcnglichen sehr verschieden waren. Eines der bestverkauften B\u00fccher war ein Buch des General-Moderators der MI, Pater Simbula, der den heiligen Gr\u00fcnder wegen seiner \u201eEngstirnigkeit\u201c und seines \u201eFestklammern an der Meinung seiner Zeit\u201c hart kritisierte. Als wir die \u00e4lteren Br\u00fcder, die den Heiligen noch kannten, \u00fcber diese Ver\u00e4nderungen befragten, h\u00f6rten wir sie oft traurig sagen: \u201eJetzt ist alles anders.\u201c Der \u201eRitter der Immaculata\u201c wurde ein frommes Heft voller moderner Anspielungen und bar des urspr\u00fcnglichen Tones.<\/p>\n<p>Zur selben Zeit traten einige junge Gl\u00e4ubige an uns heran und fragten, ob wir nicht die Militia Immaculatae wieder neu beginnen k\u00f6nnten, so wie sie der hl. Maximilian gegr\u00fcndet hatte. Da das katholische Polen seit den 20er Jahren von der MI stark beeinflusst war, sollte die Wiedergr\u00fcndung in demselben Geist sein, in welchem der heilige Gr\u00fcnder sie errichtete\u2026<\/p>\n<p>Diese Anfrage verpflichtete zu analysieren, ob diese Idee Sinn machte, da wir in der katholischen Tradition bereits einige marianische Bewegungen hatten. Jetzt eine neue zu gr\u00fcnden, k\u00f6nnte die existierenden Gruppen aufspalten und somit ihre St\u00e4rke vermindern. Also organisierten wir einen kleinen Gebetskreuzzug, damit die Immaculata uns ihren Willen zeigen m\u00f6ge.<\/p>\n<p>In dieser Zeit entdeckten wir einen noch tieferen Aspekt der Militia und ihres heiligen Gr\u00fcnders und erkannten, dass diese Bewegung einzigartig ist in der Welt und perfekt angepasst f\u00fcr unsere Zeiten; aus den folgenden Gr\u00fcnden:<\/p>\n<p>1. Wie der Name bereits zu erkennen gibt, erinnert die Militia Immaculatae an die Streitende Kirche, an die wahre katholische Kirche auf Erden, an ihren permanenten Kampf gegen das B\u00f6se, die S\u00fcnde und den Irrtum. Seit 50 Jahren sind diese wesentlichen katholischen Motive aus den K\u00f6pfen der Gl\u00e4ubigen verbannt, stattdessen werden sie angehalten, nach einem universellen Frieden und gegenseitigem Respekt aller Religionen zu streben. Was das Schlimmste ist: Seitdem sind die ewigen und wichtigsten Wirklichkeiten bez\u00fcglich Himmel, H\u00f6lle, Fegfeuer, Tod, Gericht, Kampf gegen den Teufel und Bekehrung vom Irrtum zur einzig wahren katholischen Kirche weitgehend aufgegeben und ersetzt worden durch den Wunsch nach Vereinigung der ganzen Welt in gegenseitigem Verst\u00e4ndnis und Frieden. Die freimaurerische neue Weltordnung wurde zum Ideal vieler Katholiken.<\/p>\n<p>Gegen diese modernistische Seuche, gegen den Pazifismus unserer Zeit, erscheint die MI wie ein Heilmittel und eine strenge Mahnung an den einzig wahren Blickwinkel: Wir sind auf Erden, um f\u00fcr die Rettung der Seelen zu k\u00e4mpfen. Sie betont den ewigen Wert und die richtige Nutzung unserer kurzen Zeit auf Erden. Sie ist in ihrer Definition anti-\u00f6kumenisch, da sie die Bekehrung aller Andersdenkenden, aller falschen Religionen zur einzig wahren Kirche fordert.<\/p>\n<p>2. Dieser in unserer Zeit so notwendige Gedanke an den geistlichen Kampf weckt den Enthusiasmus von gro\u00dfherzigen Seelen, vor allem der Jugend, um sich f\u00fcr ein gro\u00dfartiges und faszinierendes Ideal hinzugeben. In unserer individualistischen Zeit sind wir in gro\u00dfer Gefahr, uns in unsere eigene spirituelle Behaglichkeit zu verschanzen, selbsts\u00fcchtig zu werden und das religi\u00f6se Leben als blo\u00df private Angelegenheit zu betrachten. Nach so einer langen Periode der schrecklichen Kirchenkrise sind wir in Gefahr zu vergessen, dass wir der heiligen Mutter Kirche angeh\u00f6ren und f\u00fcr alle Mitglieder des mystischen Leibes Christi verantwortlich sind. Die MI hilft uns, das neue Gesetz unseres Herrn tiefer zu verstehen: \u201eunseren N\u00e4chsten zu lieben, wie er ihn geliebt hat\u201c; das bedeutet alles zu tun, was in unserer Macht steht, um die Seelen, die der ewigen Verdammnis entgegen rennen, zu retten. Wir werden jedes Mal dankbar und gl\u00fccklich sein, wenn jemand in der Kirche zu den wahren Werten zur\u00fcckkehrt und uns danach sehnen, IHR und mit IHR die ganze katholische Tradition an jeden Ort zur\u00fcckzubringen, angefangen von der kleinsten Pfarrgemeinde bis zum Vatikan. Wir werden nicht auf die armen geistig kranken Seelen zeigen und mit Verachtung sagen: \u201eMit so einem H\u00e4retiker will ich nichts zu tun haben!\u201c, sondern wir werden alles unternehmen, um sie durch die Immaculata zur unver\u00e4nderlichen Wahrheit unseres Herrn Jesus Christus zu f\u00fchren!<\/p>\n<p>3. Die MI gibt uns die wahre Identit\u00e4t als Katholiken zur\u00fcck und hilft uns, unsere Rolle hier auf Erden besser zu verstehen, um wahre Soldaten Christi zu werden und f\u00fcr die Ausbreitung seines K\u00f6nigreiches auf Erden zu k\u00e4mpfen. Um diese Lebensaufgabe erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen, haben wir das Sakrament der Firmung empfangen. Die Militia Immaculatae ist nicht so sehr eine weitere Bewegung und Vereinigung unter Vielen mit ihren Gebeten und Praktiken, sondern sie ist wesentlich ein neues Lebensgesetz, welches festlegt: Alles was du tust, tust du als Instrument in den H\u00e4nden Unserer Lieben Frau, als Ritter in ihrer Armee, um den Feind anzugreifen, indem du ihn bekehrst und so das Reich des heiligsten Herzen Jesu ausbreitest. Wenn dieses Gesetz unser ganzes Leben durchdringt, werden wir unsere Zeit nicht mehr mit unwichtigen Dingen vergeuden, sondern unsere kurze Erdenzeit mit einem Maximum an gro\u00dfm\u00fctigen Taten \u2013 an ewigen Taten mit der Rettung der Seelen \u2013 zubringen.<\/p>\n<p>4. Ein weiterer faszinierender Aspekt: Diese Bewegung brennt darauf, die modernsten Mittel in den Dienst der Immaculata zu stellen. Sie f\u00fchrt den zeitgen\u00f6ssischen Menschen dazu, eine neue, eine katholische Einstellung den Massenmedien gegen\u00fcber einzunehmen, die gr\u00f6\u00dftenteils von den Kr\u00e4ften der Finsternis als machtvolle Mittel f\u00fcr die schlimmsten Versuchungen missbraucht werden. Da die Jugend ohnehin s\u00fcchtig nach ihren elektronischen Ger\u00e4ten ist, nutzt die MI diese Abh\u00e4ngigkeit f\u00fcr den Dienst der Immaculata und die Rettung der Seelen. Dieser Aspekt kann viele Seelen von au\u00dfen der MI zuf\u00fchren, wenn sie sehen, dass diese Bewegung sich der heutigen Situation und deren Bed\u00fcrfnissen perfekt anpasst.<\/p>\n<p>Gleichzeitig jedoch gr\u00fcndet sie tief im Geist des Gebets und Opfers als den wichtigsten Waffen des Ritters, um Seelen zu retten. Sie erf\u00fcllt die Forderungen Unserer Lieben Frau von Fatima nach Gebet und Opfer: \u201eViele Seelen kommen in die H\u00f6lle, weil es niemanden gibt, der f\u00fcr sie betet und opfert.\u201c<\/p>\n<p>Zudem sind die Methoden des apostolischen Gebets nach dem hl. Maximilian perfekt f\u00fcr die heutige Zeit angepasst, um ein gutes Gebetsleben zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>5. Der wichtigste Punkt jedoch besteht darin, welchen Platz Unsere Liebe Frau, die Immaculata, in unserem Leben einnimmt. Die MI erf\u00fcllt im konkreten t\u00e4glichen Leben die Forderungen des hl. Bernhard und aller marianischen Heiligen, vor allem der vollkommenen Andacht nach dem hl. Ludwig Maria Grignion, die lehren, dass man alle Dinge durch, mit, in und f\u00fcr Maria tun soll. Sie setzt die gro\u00dfen Wahrheiten ihrer Unbefleckten Empf\u00e4ngnis und vor allem ihre Rolle als Vermittlerin aller Gnaden der Rettung und Heiligung aller Menschen in die Praxis um. Sie hilft dem Ritter, die Wichtigkeit der Immaculata in seinem pers\u00f6nlichen Leben zu verstehen und vor allem ihrer Bitte nachzukommen, ihr zu helfen, ihre geliebten Kinder, die in Irrtum und S\u00fcnde verstrickt sind, vor der ewigen Verdammnis zu retten. Auf diese Weise lernt der Katholik t\u00e4glich, was f\u00fcr eine Rolle er in der Welt spielt und wie wichtig er in der bedeutendsten Aufgabe ist, die ein Mensch auf Erden haben kann: dem N\u00e4chsten \u201ealles Gute\u201c zu schenken, die ewige Gl\u00fcckseligkeit. Gleichzeitig lehrt sie ihn die notwendige Demut: Alleine vermag er nichts, aber als ihr Instrument, als ihr treuer Ritter, vermag er alles!<\/p>\n<p>6. Zugegeben, alle diese Punkte findet man auch in der Legio Mariae, die bereits in ihrer Treue gegen\u00fcber der Tradition in verschiedenen L\u00e4ndern wieder gegr\u00fcndet wurde. Aber die Legio Mariae wurde nach dem Vorbild der R\u00f6mischen Legion errichtet; sie ist eine Bewegung der Elite-Soldaten, die \u00e4u\u00dferst viel von ihren Mitgliedern verlangt. Die MI jedoch spricht alle an, sogar die Faulsten, und verlangt beinahe nichts, um Ritter zu werden. Sie ist eine Massenbewegung, die alle Seelen Unserer Lieben Frau zu F\u00fcssen legen m\u00f6chte, damit sie ihr wenigstens den kleinen Finger reichen \u2013 sie wird es dann fertigbringen, dass sie ihr auch die Hand und sich selbst schenken werden. Die Legio Mariae in den Philippinen entdeckte in der MI ein au\u00dferordentliches Mittel, die vielen Leute, die sie w\u00f6chentlich besuchen, fester an Unsere Liebe Frau zu binden, indem sie sie zu ihren Rittern machte.<\/p>\n<p>7. Da sie f\u00fcr gro\u00dfe Massen gegr\u00fcndet wurde, beinhaltet diese Bewegung alle M\u00f6glichkeiten der Mitarbeit bei der Rettung der Seelen: Sie l\u00e4dt jene ein, die pers\u00f6nlich der Immaculata dienen m\u00f6chten (MI 1), sieht aber auch das gemeinsame Apostolat in Gruppen vor, um eine gr\u00f6\u00dfere und breitere Masse anzusprechen (MI 2), und schlie\u00dflich l\u00e4dt sie die gl\u00fchendsten Mitglieder, die sich nach dem totalen Verzicht und der totalen Hingabe an SIE in einem heroischen Leben sehnen, ein, der geistlichen Elite beizutreten (MI 3).<\/p>\n<p>Noch nie wurde eine solche Bewegung gegr\u00fcndet. Sie birgt die Universalit\u00e4t ihres heiligen Gr\u00fcnders: gleichzeitig v\u00f6llig kontemplativ und aktiv, das individuelle Bem\u00fchen respektierend und gro\u00dfe Massen gewinnend; sie verbindet die Idee der h\u00f6chsten intellektuellen T\u00e4tigkeit (Akademie der Immaculata) mit der ganz konkreten Verwirklichung, den ewigen unver\u00e4nderlichen katholischen Glauben in seiner 2000j\u00e4hrigen Tradition mit den modernsten F\u00e4higkeiten und Erfindungen unserer Zeit.<\/p>\n<p>Der Generalobere stimmte mit den vorgebrachten Argumenten \u00fcberein und erlaubte die Gr\u00fcndung der MI in ihrer traditionellen Observanz in Polen. Am 6. Mai 2000, am ersten Samstag des Monats Mai, wurden ca. 50 katholische Gl\u00e4ubige zu den ersten Rittern der Immaculata. Sie erhielten das \u201eDyplomik\u201c (kleines Diplom), eine Kopie jenes von Pater Maximilian selbst verfassten und unterzeichneten Diploms. Die Fr\u00fcchte dieser Gr\u00fcndungen folgten unmittelbar: ein Wachstum an Gro\u00dfherzigkeit unter den Rittern, ein regelm\u00e4\u00dfiges Gebetsleben, ein apostolischer Geist, der sich vor allem in einer intensiven Verbreitung des schriftlichen Apostolats (Hefte, B\u00fccher, Brosch\u00fcren, Flyer) bemerkbar machte, welche die katholische Tradition in Polen bekannt machte.<\/p>\n<p>Dank der Ver\u00f6ffentlichung der Texte des hl. Maximilian Kolbe und seiner Mitritter vor dem 2. Weltkrieg, erkannten viele Gl\u00e4ubige den immensen Unterschied und sogar Widerspruch zwischen der Erneuerungen im Geiste des 2. Vatikanums und der Spiritualit\u00e4t der ersten 50 Jahre der MI.<\/p>\n<p>2002 w\u00fcnschten die traditionellen Kapuzinerm\u00f6nche von Morgon der MI beizutreten und gr\u00fcndeten diese in Frankreich. 2004 gr\u00fcndete der erste amerikanische Priester die MI in einigen Prioraten und Kapellen in der USA, gefolgt von der Schweiz im Jahre 2006. Aber alle diese Anf\u00e4nge kamen nur Dank des individuellen Engagements einiger \u201eFans\u201c des hl. Maximilian Kolbe zustande, die Bewegung als Ganzes blieb in der traditionellen Welt (ausgenommen Polen) unbekannt. Erst in den letzten 3 Jahren, so scheint es, brachte Unsere Liebe Frau selbst ihre kleine Armee zum Wachsen. Ohne spezielle Werbung oder \u00d6ffentlichkeitsarbeit interessierten sich immer mehr Gl\u00e4ubige f\u00fcr die Sache, dank der Ver\u00f6ffentlichung von Brosch\u00fcren und B\u00fcchern \u00fcber die MI und die Erstellung von drei wichtigen Homepages in Polen, der Schweiz und Asien. Innerhalb von 3 Jahren hat sich die Zahl der Ritter von 5\u2018000 (2013) auf 13\u2018000 (2016) mehr als verdoppelt!<\/p>\n<p>Bist jetzt war die MI in verschiedenen L\u00e4ndern der Sorge der einzelnen Priester anvertraut, die individuell, auf eigene Initiative, mit der Erlaubnis der Oberen \u201eetwas machen wollten\u201c. Um diese vielf\u00e4ltigen Anstrengungen zu vereinen und die MI als kleine Armee der Katholischen Tradition zu st\u00e4rken, ernannte der Generalobere \u2013 die oberste Autorit\u00e4t der MI \u2013 ihren Diener zum internationalen Moderator, oder nach den Worten des hl. Maximilian zum \u201eDirektor\u201c der MI.<\/p>\n<p>Wenn Sie ein wenig l\u00e4nger \u00fcber diese sieben Punkte betreffend die Wichtigkeit der MI in unserer Zeit betrachten, werden Sie verstehen, weshalb es unser Traum ist, der Immaculata anl\u00e4sslich des 100. Jubil\u00e4ums ihrer Erscheinungen in Fatima 100\u2018000 Ritter zu F\u00fcssen zu legen. Als 1917 gigantische antichristliche Heere in der Welt aufkamen (Freimaurerei in Rom, Kommunismus in Moskau), antwortete Unsere Liebe Frau mit Fatima und der Gr\u00fcndung der MI.<\/p>\n<p>2017 feiern die antichristlichen Armeen ihren Geburtstag als Symbol des Triumphes ihrer Macht \u00fcber die ganze Welt. Denken Sie nicht, dass Unsere Liebe Frau wiederum w\u00fcnscht, darauf mit ihrer kleinen Armee, \u201eihrer Apostel der letzten Zeiten\u201c (hl. Grignion von Montfort), ihrer ihrem unbefleckten Herzen geweihten Kinder (Fatima), ihrer getreuen Ritter (hl. Maximilian Kolbe) zu antworten?<\/p>\n<p>Lassen Sie mich mit einer dem\u00fctigen Bitte an jeden von Ihnen enden. Am 14. August feiern wir den 75. Jahrestag des heroischen Todes des hl. Maximilian. Unternehmen Sie bitte alle Ihnen m\u00f6glichen Anstrengungen, um EINEN Katholiken zu finden und ihn davon zu \u00fcberzeugen, sich bis zu diesem Datum der Militia Immaculatae anzuschlie\u00dfen?!<\/p>\n<p>Am Fest Maria K\u00f6nigin, 31. Mai 2016<\/p>\n<p>Mit meinem priesterlichen Segensgru\u00df<\/p>\n<p>Ihr dankbarer<\/p>\n<p>Pater Karl Stehlin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pater Direktors Brief Nr. 1 Liebe Ritter der Immaculata! Wenn der hl. Maximilian seinen Rittern schrieb, nannten diese seine Briefe \u201edie Briefe von unserem Pater Direktor\u201c. Nach seinem Tod f\u00fchrten seine Nachfolger, die internationalen Moderatoren der MI, diese Tradition eine lange Zeit weiter, aus dem einfachen Grund, da es f\u00fcr<a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/postsmi-rundbrief-juni-138\/\">Weiterlesen &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[18],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/159"}],"collection":[{"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=159"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/159\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2737,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/159\/revisions\/2737"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}