{"id":3327,"date":"2017-02-15T21:33:28","date_gmt":"2017-02-15T20:33:28","guid":{"rendered":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/?p=3327\/"},"modified":"2017-02-13T21:51:17","modified_gmt":"2017-02-13T20:51:17","slug":"zum-fatima-jubilaeum-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/zum-fatima-jubilaeum-2017\/","title":{"rendered":"Zum Fatima-Jubil\u00e4um 2017"},"content":{"rendered":"<h1>Zum Fatima-Jubil\u00e4um 2017<\/h1>\n<h3><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3329 alignright\" src=\"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Engelsgebet_inside.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"700\" srcset=\"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Engelsgebet_inside.jpg 350w, https:\/\/test4.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Engelsgebet_inside-150x300.jpg 150w, https:\/\/test4.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Engelsgebet_inside-275x550.jpg 275w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/>Vorbereitung durch den Engel<\/h3>\n<p><em>Von Pater Heinrich M\u00f6rgeli<\/em><\/p>\n<p>Die Offenbarungen von Fatima enthalten eine ganze geistliche Lehre. Man hat U. L. Frau von Fatima die \u201eKatechetin f\u00fcr unsere Zeit\u201c genannt. Als Vermittlerin aller Gnaden schenkt sie uns zudem ein neues Licht f\u00fcr ein tieferes Verst\u00e4ndnis von Glaubenswahrheiten, die jetzt besonders wichtig werden. Die wenigen, aber sehr starken Worte der ganzen Botschaft, die es eingehend zu betrachten gilt, haben eine gro\u00dfe Tiefe und spirituelle Kraft.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Zur Botschaft von Fatima geh\u00f6ren wesentlich auch die Erscheinungen des Engels im Jahr 1916. Die drei Seherkinder Lucia, Francisco und Jacinta wurden durch die Begegnung mit dem Engel des Friedens auf ihre gro\u00dfe Aufgabe vorbereitet und geradezu in die \u00fcbernat\u00fcrliche Welt emporgehoben.<\/p>\n<h3>Der \u201eEngel des Friedens\u201c<\/h3>\n<p>Die erste Erscheinung des Engels beschreibt Sr. Lucia, das \u00e4lteste Seherkind, im Auftrag ihres Bischofs im November 1937 wie folgt:<\/p>\n<p><em>\u201eWir hatten ein Weilchen gespielt, und siehe, ein starker Wind sch\u00fcttelte die B\u00e4ume und lie\u00df uns schauen, was da vor sich ging, denn es war ein ruhiger Tag. Wir sahen dann jene Gestalt, von der ich schon erz\u00e4hlte (eine Erscheinung im Jahr zuvor), \u00fcber den Olivenhain auf uns zukommen. Ein J\u00fcngling von 14 bis 15 Jahren, noch wei\u00dfer als der Schnee, die Sonne machte ihn durchsichtig, als w\u00e4re er aus Kristall, und er war von gro\u00dfer Sch\u00f6nheit. \u2013 Der Engel umgab uns mit einer Atmosph\u00e4re des \u00dcbernat\u00fcrlichen, die so intensiv war, dass wir ziemlich lange kaum unseres eigenen Daseins inne wurden &#8230; Wir f\u00fchlten die Gegenwart Gottes so gewaltig und innerlich, dass wir nicht einmal untereinander zu sprechen wagten. Noch am n\u00e4chsten Tag war unser Geist in diese Atmosph\u00e4re geh\u00fcllt, die nur sehr langsam verschwand.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Diese Schilderung l\u00e4sst etwas vom \u00dcbernat\u00fcrlichen, Heiligen erahnen, das sich hier den Kindern offenbarte. Es bewirkte in ihnen Ehrfurcht, Demut, aber auch Staunen und Ergriffenheit vor dem G\u00f6ttlichen.<\/p>\n<h3>Der Engel spricht zu den Kindern<\/h3>\n<p><em>\u201eAls er bei uns ankam, sagte er: <strong>F\u00fcrchtet euch nicht! Ich bin der Engel des Friedens. Betet mit mir! <\/strong>Auf die Erde niederkniend, beugte er seine Stirn bis zum Boden und lie\u00df uns dreimal diese Worte wiederholen: <strong>Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung f\u00fcr die, die nicht glauben, Dich nicht anbeten, nicht hoffen und Dich nicht lieben.<\/strong><\/em><a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><strong><em>[2]<\/em><\/strong><\/a> <em>Danach sagte er sich erhebend: <strong>So sollt ihr beten. Die Herzen Jesu und Mariens h\u00f6ren auf eure Bitten.<\/strong>\u201c<\/em><\/p>\n<h3>\u201eBetet mit mir!\u201c<\/h3>\n<p>Die drei Seher erfuhren hier, was Beten wirklich hei\u00dft: vor Gott, unseren Herrn, hintreten und die Seele mit Vertrauen zu ihm erheben. Die Kinder wurden so von der Majest\u00e4t Gottes beeindruckt, dass sie sich selbst verga\u00dfen.<\/p>\n<h3>\u201eMein Gott\u201c<\/h3>\n<p>Wer ist Gott, und wer sind wir? Christus gab Katharina von Siena die Antwort: \u201eDu bist die, die nicht ist. Ich dagegen bin der, der ist. Wenn deine Seele von dieser Erkenntnis erf\u00fcllt ist, wirst du gl\u00fccklich werden und der b\u00f6se Feind wird dir nichts anhaben k\u00f6nnen.\u201c Der Engel vermittelte den Kindern eine solche Erfahrung der Gegenwart des gro\u00dfen Gottes. Er leitete sie aber auch an, Gott zu begegnen, wirklich und wesentlich durch die \u00dcbung des Glaubens, der Hoffnung und der Gottesliebe. Das sind nicht nur Gebetsformeln oder sch\u00f6ne Gef\u00fchle, sondern \u00fcbernat\u00fcrliche Tugendakte. Durch diese sollten sie ihre Seele mit Gott selbst vereinigen.<\/p>\n<h3>\u201eIch glaube an Dich\u201c<\/h3>\n<p>Der Glaube ist zuerst ein ganzes Ja zu Gott, unserem Sch\u00f6pfer und Herrn. Gott ist das allumfassende, konkreteste Sein, nicht nur ein undefinierbares h\u00f6heres Wesen. Er ist lebendig bei mir, er schaut mich mit unendlicher Liebe an und k\u00fcmmert sich um mich, er erh\u00e4lt mich im Dasein und er belebt mich. \u201eIn ihm bewegen wir uns, leben und sind wir\u201c, bezeugt der heilige Paulus vor den Athenern auf dem Areopag.<\/p>\n<p>An Gott glauben hei\u00dft aber auch, auf ihn h\u00f6ren und sein Wort mit bedingungsloser Bereitschaft bejahen, so wie er es uns geoffenbart hat. Wir unterwerfen uns der ewigen Wahrheit, weil Gott gesprochen hat. Wenn wir unser Herz mit solchem Glauben Gott \u00f6ffnen, dann kann er uns, \u00e4hnlich wie die drei Seherkinder, mit seinem Gnadenlicht erleuchten und uns etwas von seinen unfassbaren Geheimnissen offenbaren.<\/p>\n<h3>\u201eIch bete Dich an\u201c<\/h3>\n<p>Aus der Erkenntnis durch den Glauben folgt die Bereitschaft, Gott zu verehren. Der Engel weckte in den Kindern ein lebendiges Bewusstsein der Gr\u00f6\u00dfe und Heiligkeit Gottes. Ohne zu z\u00f6gern knieten sie mit dem Engel nieder und beteten von Ehrfurcht ergriffen ihren Gott und Herrn tiefgebeugt an.<\/p>\n<h3>\u201eIch hoffe auf Dich\u201c<\/h3>\n<p>Gott ist aber nicht nur Majest\u00e4t und Herrlichkeit, er ist auch Vater, g\u00fctigster, sorgender Vater, dem wir als seine Kinder vertrauen d\u00fcrfen. Die Hoffnung weckt Freude und Zuversicht, weil wir einen so liebevollen Vater im Himmel haben, der unsere Schwachheit kennt. Auch seine Verhei\u00dfungen machen uns Mut und spornen uns zu vertrauensvollem Gebet an. Diese Hoffnung ist kein ungewisses Gef\u00fchl, sondern ein sicherer Halt, denn wir st\u00fctzen uns auf den allm\u00e4chtigen Gott, der \u00fcber allem steht. Die wahre Hoffnung ist dynamisch, sie bewegt uns hin zum h\u00f6chsten Gut und strebt kraftvoll nach dem ewigen Heil.<\/p>\n<h3>\u201eIch liebe Dich\u201c<\/h3>\n<p>Die Liebe ist das eigentliche Wesen Gottes, wie der Apostel Johannes lehrt. Er hat uns erschaffen und erl\u00f6st aus reiner Liebe. Aus Liebe will Gott uns in den Himmel f\u00fchren, wo wir an seiner Gl\u00fcckseligkeit teilnehmen werden. Mit seiner Gnade d\u00fcrfen wir die Liebe Gottes durch innige Herzensbeziehung erleben und beantworten. Der Engel lehrt die Kinder die Akte der Liebe als intensivste Vereinigung mit Gott. \u201eWenn wir doch begreifen w\u00fcrden, was f\u00fcr ein Gl\u00fcck es ist, von Gott geliebt zu werden und ihn lieben zu d\u00fcrfen\u201c, sagt der hl. Pfarrer von Ars.<\/p>\n<h3>\u201eIch bitte Dich um Verzeihung \u2026\u201c<\/h3>\n<p>Schon diese erste Erscheinung f\u00fchrt uns zum Hauptthema der Fatimabotschaft: der S\u00fchne. Es soll uns bewusst werden, wie Gott durch die S\u00fcnde beleidigt wird. Und zwar nicht nur durch die offensichtlich schweren Tods\u00fcnden und Verbrechen, sondern auch durch den Unglauben, den Mangel an Hoffnung auf Gott und die ihm verweigerte Liebe. Diese Unterlassungen sind schuldhaft und fordern die gerechte Strafe Gottes heraus, die durch Bu\u00dfe und S\u00fchne beglichen werden muss.<\/p>\n<p>Die S\u00fchne ist nicht ganz dasselbe wie die Bu\u00dfe. Wenn wir Bu\u00dfe tun, denken wir eher an uns selbst, indem wir uns zu unserer Rettung von der S\u00fcnde abwenden und die daf\u00fcr verdiente Strafe durch Gebet und gute Werke begleichen wollen. Bei der S\u00fchne hingegen schauen wir mehr auf Gott, dessen unendliche Heiligkeit und Liebe durch die S\u00fcnde beleidigt wird. Die S\u00fcnde raubt Gott die ihm geb\u00fchrende Verehrung und Liebe. Durch gute Werke, geduldig ertragenes Leiden und vor allem die Gottesliebe in Vereinigung mit dem Erl\u00f6sungswerk Christi kann das Unrecht ges\u00fchnt werden.<\/p>\n<p>Wegen unserer gegenseitigen Verbindung im mystischen Leib Christi k\u00f6nnen wir auch f\u00fcr andere Menschen S\u00fchne leisten, indem wir Werke der Liebe und Gebete mit Opfern stellvertretend f\u00fcr ihre S\u00fcnden darbringen. Damit aber unsere F\u00fcrbitte und S\u00fchne Frucht bringen kann, m\u00fcssen wir zuerst uns selbst bekehren und uns durch das Leben in den g\u00f6ttlichen Tugenden heiligen.<\/p>\n<h3>\u201eDie nicht glauben \u2026\u201c<\/h3>\n<p>Gewiss sind hier in erster Linie die Ungl\u00e4ubigen, Gottesleugner und Gotteshasser, aber auch die Gleichg\u00fcltigen gemeint. Unglaube ist eine S\u00fcnde gegen Gott, der uns seine Wahrheit geoffenbart hat. Diese Menschen beleidigen Gott schwer, weil sie ihm als der Ewigen Wahrheit den Glauben verweigern! \u201eOhne Glauben ist es unm\u00f6glich, Gott zu gefallen. Wer Gott nahen will, muss glauben, dass Er ist und dass Er denen, die Ihn suchen, ein Vergelter ist.\u201c Das ist ein ernstes Wort des hl. Paulus!<\/p>\n<p>Wie steht es aber mit unserem Glauben? Wir wissen um die Wahrheiten Gottes und sind doch oft recht schwach im Glauben. Wie schnell lassen wir uns entmutigen! Wenn wir in einer Pr\u00fcfung, in einer Trostlosigkeit an seiner G\u00fcte zweifeln, nehmen wir Gott nicht ernst. M\u00fcssen nicht auch wir um Verzeihung bitten und S\u00fchne leisten, dass wir nicht genug aus dem Glauben leben?<\/p>\n<p>Die Anbetung Gottes und die Hoffnung als g\u00f6ttliche Tugend sind ebenso ein Gebot f\u00fcr uns Menschen.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns alle ist es eine Pflicht der Gerechtigkeit, Gott unseren Herrn aus Dankbarkeit f\u00fcr seine unendliche Liebe und die unz\u00e4hligen Wohltaten zu lieben. Wenn die Liebe bei uns fehlt, sind wir nichts, und auch alle anderen Bem\u00fchungen n\u00fctzen uns nichts, mahnt der heilige Paulus in seinem Hohelied der Liebe.<\/p>\n<h3>\u201eDie Herzen Jesu und Mariens h\u00f6ren auf eure Bitten\u201c<\/h3>\n<p>Der Engel betont, dass nicht nur Jesus und Maria, sondern ihre Herzen auf unsere Bitten h\u00f6ren. Diese liebenden und erbarmungsvollen Herzen lassen sich r\u00fchren durch unser inst\u00e4ndiges Flehen, sie sind wirklich eine Zuflucht f\u00fcr uns. Sie treten selber vor dem Thron Gottes f\u00fcr uns ein. Schon der hl. Margareta Maria Alacoque hat Jesus das unendliche Erbarmen seines Herzens f\u00fcr uns S\u00fcnder geoffenbart. Weil die Menschen diese Liebe zu wenig beachtet hatten, sandte Gott als letzte Mittlerschaft das unbefleckte Herz seiner Mutter, damit auch sie ihren Kindern zur Umkehr helfe. Die Barmherzigkeit dieser vereinten Herzen ist wirklich unsere letzte Rettung.<\/p>\n<p>Die Kinder nahmen die Botschaft des Engels sehr ernst. Lucia schreibt: \u201e<em>Seine Worte gruben sich so tief in unser Ged\u00e4chtnis, dass wir sie nie\u00admals mehr verga\u00dfen. Von da an verbrachten wir viel Zeit damit, sie so tief gebeugt zu wiederholen, bis wir manchmal vor M\u00fcdigkeit umfielen.\u201c <\/em>Dieses Gebet wurde f\u00fcr sie eine Quelle vieler Gnaden.<\/p>\n<h3>Die zweite Erscheinung des Engels: Gebete und Opfer<\/h3>\n<p>Im Sommer erschien der Engel ein zweites Mal, um die Kinder in ihrem Eifer zu best\u00e4rken und sie weiter zu unterrichten. Er sprach:<\/p>\n<p><strong><em>\u201eWas macht ihr? Betet, betet viel! Die heiligsten Herzen Jesu und Mariens wollen euch Barmherzigkeit erweisen. Bringt dem Allerh\u00f6chsten st\u00e4ndig Gebete und Opfer dar.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eWie sollen wir Opfer bringen?\u201c, fragte Lucia.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>\u201eBringt alles, was ihr k\u00f6nnt, Gott als Opfer dar, als Akt der Wieder\u00adgutmachung f\u00fcr die S\u00fcnden, durch die Er beleidigt wird, und als Bitte um die Bekehrung der S\u00fcnder. So werdet ihr auf euer Vaterland den Frieden herabziehen. Ich bin sein Schutzengel, der Engel Portugals. Vor allem nehmt an und tragt mit Ergebung die Leiden, die der Herr euch schicken wird.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der Engel erkl\u00e4rt ihnen den Wert des Opfers. Dargebracht aus Liebe zu Gott ist es das wirksamste Gebet. Worte kann man leicht aussprechen, aber Verzicht und schmerzliche \u00dcberwindungen beweisen, dass es uns wirklich ernst ist. Wie der Glaube durch gute Werke bet\u00e4tigt werden muss, so soll auch die Liebe mit dem Opfer entflammt werden, um wahre Fr\u00fcchte bringen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Kraft dieser Akte wird auch ersichtlich an der erstaunlichen Verhei\u00dfung, dass diese drei schwachen Kinder mit ihren S\u00fchnegebeten und Opfern den Frieden \u00fcber ihr ganzes Land herabflehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Die Aktualit\u00e4t dieser Botschaft f\u00fcr uns<\/h3>\n<p>Wenn der Himmel schon vor hundert Jahren zur S\u00fchne f\u00fcr die S\u00fcnden gegen den Glauben, die Hoffnung und gegen die Liebe zu Gott inst\u00e4ndig aufrief, wie viel mehr muss er sich dann \u00fcber unsere heutige glaubenslose, liebelose und gottlose Welt beklagen!<\/p>\n<p>Es herrscht eine allgemeine Apostasie, Gott hat im Leben vieler Mitmenschen \u00fcberhaupt keine Bedeutung mehr; sie leben, als existierte er nicht. Durch den modernistischen Irrtum wird sogar der Glaube der Katholiken zu einem Gef\u00fchl aus dem Unterbewusstsein verf\u00e4lscht, das bei jedem Menschen subjektiv anders sein kann. Eine verpflichtende Wahrheit wird geradezu verabscheut. Man gew\u00f6hnt sich auch immer mehr an die Gottlosigkeit und bleibt passiv bei gr\u00f6bsten Gottesl\u00e4sterungen! Vor dem millionenfachen Martyrium treuer Christen durch den Islam verschlie\u00dft man auch in der katholischen Hierarchie aus R\u00fccksicht auf den \u00d6kumenismus bewusst die Augen.<\/p>\n<p>Anbetung ist heute zum Fremdwort geworden. Der Mensch ist geblendet von den technischen Errungenschaften, er verherrlicht sich selbst. Das geht bis hinein in den Gottesdienst, der mehr zu einem Menschendienst geworden ist: keine Gottesverehrung, keine Knieb\u00e4nke mehr, Stehkommunion, der Mensch steht im Mittelpunkt. Nicht nur Ehrfurchtslosigkeit, sondern abscheulichste Gottesl\u00e4sterungen werden selbst von den kirchlichen Beh\u00f6rden geduldet oder sogar entschuldigt.<\/p>\n<p>Auch gegen die g\u00f6ttliche Hoffnung wird ges\u00fcndigt. Der Mensch vertraut nur auf sich, er gen\u00fcgt sich selbst. Er vergisst, dass er ganz und gar von seinem Gott und Herrn abh\u00e4ngig ist und keine Bewegung und keinen Gedanken ohne Seine Mitwirkung ausf\u00fchren kann. Seine G\u00fcte wird beleidigt durch die Verzagtheit und den Zweifel an Seiner Hilfe. Seine Langmut wird als Schwachheit verspottet.<\/p>\n<p>Am schwersten aber sind die S\u00fcnden gegen die Liebe. Der heilige Augustinus ruft aus: \u201eIst es nicht schon genug der S\u00fcnde, wenn ich Dich, oh h\u00f6chstes Gut, nicht liebe?\u201c Falls noch Liebe, ist sie bei vielen zu einem sentimentalen Gef\u00fchl verkommen, das nicht standh\u00e4lt, wenn eine Pr\u00fcfung eintritt.<\/p>\n<p>Satan arbeitet daran, den Hass und die Verachtung Gottes und Seiner Kirche zu sch\u00fcren.<\/p>\n<p>All das m\u00fcsste uns zutiefst ersch\u00fcttern \u2013 wie sehr wird Gott durch diese Gr\u00e4uel beleidigt! Wir d\u00fcrfen nicht tatenlos zuschauen, wir k\u00f6nnen etwas tun, indem wir, wie die drei Kinder, eifrig S\u00fchne leisten.<\/p>\n<p>Nehmen wir uns ernsthaft vor:<\/p>\n<ul>\n<li>Unsere Bekehrung mit dem festen Entschluss, von der schweren S\u00fcnde zum Gnadenleben, von der l\u00e4sslichen S\u00fcnde zur Vollkommenheit und von der Vollkommenheit zum Streben nach Heiligkeit zu gelangen.<\/li>\n<li>Machen wir die Gebete des Engels, wie die Kinder es taten, zu unserem Lebensprogramm. Die g\u00f6ttlichen Tugendakte wurden zur Form ihres geistlichen Lebens. Auch nach den Erscheinungen Unserer Lieben Frau \u00fcbten sie die Gebete oft, besonders wenn sie alleine und unbeobachtet waren. Lucia bezeugt, dass Jacinta und Francisco noch in ihrer letzten Krankheit vom Bett aufstanden, um sich bei diesen Gebeten bis zum Boden zu verneigen. Das hat sie zur Heiligkeit gef\u00fchrt. Auch wir werden bald erfahren, welch wunderbare Kraft diese gut ge\u00fcbten Tugendakte haben.<\/li>\n<li>Wir haben fast t\u00e4glich das Fortschreiten des B\u00f6sen in Kirche und Welt zu beklagen. Das soll uns jedes Mal ein dringender Ansporn sein, diese Frevel gegen unseren Herrn und Gott durch entgegengesetzte Tugendakte zu s\u00fchnen. Wenn wir dem Unglauben und den H\u00e4resien begegnen, bringen wir Gott lebendige Akte des Glaubens dar. Angesichts \u00f6ffentlicher L\u00e4sterungen werfen wir uns im Geiste vor dem heiligen Gott anbetend nieder. Wenn alles verloren scheint, vermehren wir die Akte der g\u00f6ttlichen Hoffnung und des Vertrauens auf unseren Herrn, der \u00fcber allem steht. Wenn wir zusehen m\u00fcssen, wie unser Heiland und seine heiligste Mutter verachtet und gehasst werden, soll unsere Liebe zu ihnen noch mehr entflammt werden.<\/li>\n<li>Freuen wir uns, dass wir durch unseren Eifer die Herzen Jesu und Mariens tr\u00f6sten und ihnen wirksam helfen k\u00f6nnen, all die Beleidigungen unserer Zeit gegen Gott zu s\u00fchnen und viele Seelen zu retten.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Pater Karl Stehlin hat in seinem Buch \u201eFatima \u2013 Leitstern f\u00fcr die letzten Zeiten\u201c einen sehr guten Kommentar der Botschaft von Fatima dargeboten. Alverna Verlag CH-9500 Wil SG, 2016.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> P. Luis Kondor hat in der ersten deutschen \u00dcbersetzung von 1975 diese erweiterte Formulierung des Gebetes gew\u00e4hlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Fatima-Jubil\u00e4um 2017 Vorbereitung durch den Engel Von Pater Heinrich M\u00f6rgeli Die Offenbarungen von Fatima enthalten eine ganze geistliche Lehre. Man hat U. L. Frau von Fatima die \u201eKatechetin f\u00fcr unsere Zeit\u201c genannt. 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