{"id":36887,"date":"2021-04-20T21:01:26","date_gmt":"2021-04-20T19:01:26","guid":{"rendered":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/?p=36887"},"modified":"2021-04-20T21:06:53","modified_gmt":"2021-04-20T19:06:53","slug":"die-goettliche-umarmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/die-goettliche-umarmung\/","title":{"rendered":"Die g\u00f6ttliche Umarmung"},"content":{"rendered":"<section class=\"content-page__text content-page__text--summary\">\n<div class=\"summary-body\">\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-36896 alignleft\" src=\"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Jesus-und-Maria-239x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"239\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Jesus-und-Maria-239x300.jpeg 239w, https:\/\/test4.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Jesus-und-Maria.jpeg 255w\" sizes=\"(max-width: 239px) 100vw, 239px\" \/>Der herzzerrei\u00dfende Umarmung des Todes, als die schmerzhafte Mutter den zerbrochenen und leblosen Leib ihres Sohnes an ihr trauriges Herz dr\u00fcckte, wird nun von der s\u00fc\u00dfesten Umarmung des Lebens abgel\u00f6st: Die jungfr\u00e4uliche Mutter umarmt ihren Sohn, der in einer neuen und unverg\u00e4nglichen Herrlichkeit erstrahlt.<\/p>\n<p>Auf den schrecklichen Anblick des blutigen Antlitzes des \u201eEcce Homo\u201c folgt die ekstatische Vision der anderen strahlenden Erscheinung: \u201eSeht den Gottmenschen &#8211; Jesus ist auferstanden!\u201c<\/p>\n<p>Wie sch\u00f6n muss Maria dieses g\u00f6ttliche Antlitz erschienen sein, ganz besonders durch den Kontrast mit der vorhergehenden unvergesslichen tragischen Vision!<\/p>\n<p>In der Tat, sie konnte diese beiden Bilder nicht trennen, denn beide dr\u00fcckten den Seelenzustand ihres Sohnes aus: Er war \u201eein Wurm, kein Mensch, die Schmach der Menschen, der Abschaum des Volkes\u201c (Ps 21,7). Und nun kehrte Er zur\u00fcck als der \u201eSch\u00f6nste unter den Menschenkindern\u201c (Ps 44,3), nicht nur so, wie er vor seiner Passion war, sondern noch viel mehr, denn Er war auferstanden in unverg\u00e4nglicher Herrlichkeit.<\/p>\n<p>In Bethlehem war es die Umarmung der Schw\u00e4che, auf Golgatha die Umarmung der Opferung; jetzt ist es die Umarmung der Herrlichkeit.<\/p>\n<p>Es ist verst\u00e4ndlich, dass die frommen Frauen sich auf den Boden niederwarfen und nur wagten, seine g\u00f6ttlichen F\u00fc\u00dfe zu k\u00fcssen: \u201eSie kamen und umklammerten seine F\u00fc\u00dfe und beteten ihn an\u201c (Mt 28,9).<\/p>\n<p>Es ist verst\u00e4ndlich, dass Jesus sich zur\u00fcckhielt und der reinen und \u00fcberflie\u00dfenden Zuneigung der Maria Magdalena, die am liebsten immer zu seinen F\u00fc\u00dfen geblieben w\u00e4re, einen vor\u00fcbergehenden Verzicht auferlegte: \u201eR\u00fchr mich nicht an!\u201c (Joh 20,17).<\/p>\n<p>Aber in dieser Begegnung von Jesus und Maria ist es die z\u00e4rtlichste und vollkommenste, die kindlichste und m\u00fctterlichste Umarmung.<\/p>\n<p>Nicht, dass die Jungfrau Maria sich nicht als unendlich klein vor Jesus gesehen h\u00e4tte, als Gesch\u00f6pf vor ihrem Sch\u00f6pfer. Dennoch war dieser g\u00f6ttliche, herrliche Leib in ihr gebildet worden, Jesus wurde von ihr geboren und ihre unendliche Kleinheit erhielt dadurch einen Titel der Autorit\u00e4t \u00fcber Jesus: den der Mutter \u00fcber den Sohn. Nur sie, unter allen M\u00fcttern der Erde, konnte jetzt in der Umarmung mit ihrem Sohn wiederholen: \u201eMein geliebter Sohn\u201c im strengen und vollen Sinn des Wortes.<\/p>\n<p>Diesen \u00fcber alles sanftm\u00fctigen Sohn, dem sie nicht eine einzige seiner Qualen abnehmen konnte, den sie grausam gemartert und steif nach seinem Tod auf ihren Knien betrachtet hatte, durfte sie nun, nach der schrecklichen Tortur, wieder umarmen.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu Maria Magdalena war die Muttergottes nicht weniger voller Zuneigung zu Jesus. Aber im Gegensatz zu Maria Magdalena war nichts Impulsives in ihrem Herzen, nichts Unkontrolliertes oder in irgendeiner Weise im Kontrast zur Vollkommenheit der sehr klugen und heiligen Jungfrau.<\/p>\n<p>Es gab nichts Unangebrachtes oder Unangemessenes in der \u00e4u\u00dferen Gestalt, das eine Warnung Jesu verdient h\u00e4tte, denn im Gegensatz zu Magdalena behielt die Jungfrau ihren Glauben bei, und deshalb l\u00f6ste die herrliche Erscheinung ihres Sohnes nicht jene Fassungslosigkeit und \u00dcberraschung aus, die unsere unvollkommene menschliche Natur so leicht \u00fcberf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Welch ein Glanz der Tugend in Maria, sowohl im Abgrund der Demut an der Krippe und im Ozean der Schmerzen am Fu\u00dfe des Kreuzes, als auch in ihrer grenzenlosen Freude vor dem glorreichen Jesus!<\/p>\n<p>Welche innere und \u00e4u\u00dfere Beherrschung ihres ganzen Wesens, dank der einen Bewegung, die ihr Herz beseelte: der g\u00f6ttliche Wille und die g\u00f6ttliche Liebe!<\/p>\n<\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/fsspx.news\/de\/news-events\/news\/die-g%C3%B6ttliche-umarmung-65553\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" class=\"broken_link\">fsspx.news<\/a><\/p>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der herzzerrei\u00dfende Umarmung des Todes, als die schmerzhafte Mutter den zerbrochenen und leblosen Leib ihres Sohnes an ihr trauriges Herz dr\u00fcckte, wird nun von der s\u00fc\u00dfesten Umarmung des Lebens abgel\u00f6st: Die jungfr\u00e4uliche Mutter umarmt ihren Sohn, der in einer neuen und unverg\u00e4nglichen Herrlichkeit erstrahlt. 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