{"id":4832,"date":"2017-04-15T17:57:59","date_gmt":"2017-04-15T15:57:59","guid":{"rendered":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/?p=4832\/"},"modified":"2017-04-15T18:02:30","modified_gmt":"2017-04-15T16:02:30","slug":"der-engel-der-eucharistie-und-die-suehnekommunion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/der-engel-der-eucharistie-und-die-suehnekommunion\/","title":{"rendered":"Der Engel der Eucharistie und die S\u00fchnekommunion"},"content":{"rendered":"<p><em><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-4833 alignright\" src=\"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Engel-Portugal.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"200\" \/>Von Pater Heinrich M\u00f6rgeli<\/em><\/p>\n<p>Bei den ersten Erscheinungen f\u00fchrte der Engel die drei Hirtenkinder durch die \u00dcbung der Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe zu einer lebendigen Beziehung zu Gott. So wurde in ihnen das Prinzip und Fundament ihres geistlichen Lebens gelegt: \u201eDer Mensch ist geschaffen, Gott zu erkennen, ihn zu loben, zu verehren und ihm zu dienen, und so seine Seele zu retten.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Wie ernst die Kinder die Weisungen des Engels nahmen und welche Fr\u00fcchte sie brachten erkl\u00e4rte Lucia in einem Gespr\u00e4ch mit Kanonikus Barthas:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Worte des Engels pr\u00e4gten sich unserem Geist ein und wirkten wie ein Licht, in dem wir erkannten, wie sehr Gott uns liebt und wie sehr er geliebt sein will. Wir erkannten ferner den Wert des Opfers und dass der Herr um der Opfer willen die S\u00fcnder bekehrt. So begannen wir also, dem Herrn alles aufzuopfern. Wir \u00fcbten damals als Abt\u00f6tung, stundenlang zur Erde niedergeworfen das Gebet des Engels zu wiederholen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Derselbe Engel erscheint im Herbst und f\u00fchrt sie eine Stufe weiter, n\u00e4mlich zu einem tieferen Verst\u00e4ndnis des gr\u00f6\u00dften Geheimnisses unserer Religion: dem allerheiligsten Altarsakrament. Gott m\u00f6chte dadurch alle Katholiken aufr\u00fctteln, denn er hat vorausgesehen, dass es dem Feind im 20. Jahrhundert gelingen wird, dieses kostbarste und lebensnotwendigste Gut der heiligen Kirche zu verf\u00e4lschen. Diese Ermahnung ist auch f\u00fcr uns h\u00f6chst aktuell. Sind nicht auch wir, obwohl wir am traditionellen Ritus der hl. Messe festhalten, infolge des Weltgeistes um uns herum versucht, die Gr\u00f6\u00dfe dieses Geheimnisses zu vergessen und durch Gew\u00f6hnung zur Gleichg\u00fcltigkeit abzugleiten, wie es bei vielen Katholiken vor dem Konzil geschah?<\/p>\n<h3>Die Erscheinung des Engels<\/h3>\n<p>Lucia schreibt in ihrer \u201eZweiten Erinnerung\u201c: \u201eEs verging einige Zeit, und wir waren mit unseren Herden auf dem Weg zu einem Grundst\u00fcck meiner Eltern, das am Hang des schon erw\u00e4hnten Berges liegt, ein bisschen \u00fcber den Valinhos. &#8230; Sobald wir dort ankamen, begannen wir auf den Knien, das Gesicht am Boden, das Gebet des Engels zu verrichten: Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe und ich liebe Dich &#8230; Ich wei\u00df nicht wie viele Male wir dieses Gebet wiederholt hatten, als wir \u00fcber uns ein unbekanntes Licht erstrahlen sahen. Wir richteten uns auf, um zu sehen, was geschah, und sahen den Engel. In der linken Hand hielt er einen Kelch; dar\u00fcber schwebte eine Hostie, von der einige Blutstropfen in den Kelch fielen. Der Engel lie\u00df den Kelch in der Luft schweben, kniete sich bei uns nieder und lie\u00df uns dreimal wiederholen:<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Allerheiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, ich bete Dich aus tiefster Seele an und opfere Dir auf den kostbaren Leib, das Blut, die Seele und die Gottheit unseres Herrn Jesus Christus, wie Er in allen Tabernakeln der Welt gegenw\u00e4rtig ist, zur Genugtuung f\u00fcr die Schm\u00e4hungen, Sakrilegien und Gleichg\u00fcltigkeiten, durch die Er selbst beleidigt wird. Aufgrund der unendlichen Verdienste Seines heiligsten Herzens und des unbefleckten Herzen Mariens, bitte ich um die Bekehrung der armen S\u00fcnder.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Danach erhob er sich, ergriff den Kelch und die Hostie, reichte mir die heilige Hostie, und teilte das Blut im Kelch zwischen Jacinta und Francisco, wobei er sprach:<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Empfangt den Leib und trinkt das Blut Jesu Christi, der durch die undankbaren Menschen so furchtbar beleidigt wird. S\u00fchnt ihre Verbrechen und tr\u00f6stet Euren Gott.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Er kniete sich von neuem auf die Erde, wiederholte mit uns noch dreimal das gleiche Gebet:\u00a0 \u201eAllerheiligste Dreifaltigkeit&#8230;\u201c und verschwand. Wir verharrten in der gleichen Haltung und wieder\u00adholten immer die gleichen Worte. Als wir uns erhoben, sahen wir, dass es Abend und daher Zeit war, nachhause zu gehen.\u201c<\/p>\n<h2>Betrachten wir dieses Geschehen und die Worte des Engels<\/h2>\n<p>Der Messkelch, die Hostie und das flie\u00dfende Blut bezeichnen eindeutig das in der heiligen Messe dargebrachte Kreuzesopfer unseres Herrn. Das vom Engel gesprochene Gebet ist eine kurze und klare Zusammenfassung der katholischen Lehre \u00fcber das gro\u00dfe \u201aGeheimnis des Glaubens\u2018, wobei jedes Wort von Bedeutung ist. Es ist erstaunlich, wie der Engel sich an die Seite der Kinder begibt und mit ihnen zum Gebet niederkniet. Dieser Engel ist kein geringerer ist als der Erzengel Michael, der Engel Portugals <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> und Schutzpatron der heiligen Eucharistie.<\/p>\n<p>Der erhabene Engel schaut unverh\u00fcllt die g\u00f6ttliche Herrlichkeit Christi, verborgen unter der Gestalt der Hostie. Mit welchem Ausdruck der Ehrfurcht und Ergriffenheit wird er seinen Gott und Herrn im Geheimnis der Liebe und Herablassung f\u00fcr uns Menschen vor den staunenden Kindern angebetet haben!<\/p>\n<p>Ist das nicht ein Hinweis, wie wir beim Gebet die heiligen Engel einbeziehen sollten, die uns helfen m\u00f6chten, die Heiligkeit Gottes zu erahnen und ihn mit liebender Andacht zu verehren?<\/p>\n<h3>Allerheiligste Dreifaltigkeit<\/h3>\n<p>Die Anrufung der Dreifaltigkeit erinnert an das innerste Geheimnis der drei g\u00f6ttlichen Personen: das unendliche Str\u00f6men der Liebe zwischen Vater und Sohn in der gegenseitigen Hingabe im Heiligen Geist, ihrer gemeinsamen Liebe. Entsprechend geb\u00fchrt unserem Gott Anbetung und Liebe <em>aus tiefster Seele, <\/em>wie es das erste Gebot verlangt: \u201eDu sollst den Herrn deinen Gott lieben aus deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit allen deinen Kr\u00e4ften\u2026\u201c (Lk 19,27).<\/p>\n<h3>Den kostbaren Leib\u2026 gegenw\u00e4rtig in allen Tabernakeln<\/h3>\n<p>Der geistige Mittelpunkt in der Kirche ist das Altarsakrament im Tabernakel, hier eindeutig bezeichnet als <em>lebendige Gegenwart<\/em> Jesu Christi mit seinem kostbaren (verg\u00f6ttlichten) Leib, seinem Blut, seiner menschlichen Seele und seiner g\u00f6ttlichen Natur, und zwar im Zustand als Opferlamm. Tats\u00e4chlich ist die sakramentale Gegenwart Christi unter den Gestalten von Brot und Wein die Frucht des in der Messe vergegenw\u00e4rtigten Opfers Jesu am Kreuze. Und die Eucharistie ist nicht nur eine heilige Sache, sondern Jesus selbst, wirklich und lebendig; sein Herz schl\u00e4gt dort in Liebe zu uns, er betet ohne Unterlass f\u00fcr uns und opfert sich dem Vater als S\u00fchnopfer f\u00fcr die S\u00fcnden der Welt auf. Sind wir uns dessen gen\u00fcgend bewusst?<\/p>\n<h3>Ich opfere Dir auf\u2026<\/h3>\n<p>Deshalb d\u00fcrfen und sollten wir den im Tabernakel gegenw\u00e4rtigen Heiland auch au\u00dferhalb der hl. Messe so oft wie m\u00f6glich aufopfern, was jedes Mal den unendlichen S\u00fchnewert des Opfers Christi nach dem Ma\u00df unseres Eifers wirksam macht.<\/p>\n<h3>In allen Tabernakeln der Welt<\/h3>\n<p>Dies ist ein Hinweis dass Jesus in vielen Tabernakeln der Welt vergessen, verlassen und buchst\u00e4blich zur Seite gestellt ist. Beten wir mit dem heiligen Alfons von Liguori: \u201eMein Herr Jesus Christus! Aus Liebe zu den Menschen bist du Tag und Nacht in diesem Sakramente gegenw\u00e4rtig. \u2026 Ich will dir Dank sagen f\u00fcr dieses gro\u00dfe Gnadengeschenk; zweitens will ich alle Unbilden wieder gutmachen, die dir von deinen Feinden in diesem Sakramente zugef\u00fcgt werden; drittens will ich durch diesen Besuch dich an all den Orten der Erde anbeten, wo du in diesem heiligen Sakramente wenig verehrt wirst und ganz verlassen bist. Mein Jesus, ich liebe dich aus ganzem Herzen.\u201c<\/p>\n<h3>Zur Genugtuung f\u00fcr die Schm\u00e4hungen, Sakrilegien und Gleichg\u00fcltigkeiten<\/h3>\n<p>Wir sollten uns vorstellen, mit welchem Entsetzen und bebender Stimme der F\u00fcrst der himmlischen Heerscharen diese Ungeheuerlichkeiten ausspricht. Die Engel verh\u00fcllen ihr Angesicht vor der Heiligkeit und Majest\u00e4t Gottes; wie ist es m\u00f6glich, dass kleine, nichtige Menschen dieses Allerheiligste achtungslos wie irgendeinen Gegenstand behandeln, wie ein St\u00fcck Brot?<\/p>\n<p>So wird uns die dringende Notwendigkeit dieser S\u00fchne-Aufopferungen bewusst gemacht. Die <strong><em>Schm\u00e4hungen<\/em><\/strong> sind gewiss die L\u00e4sterungen gegen den dreifaltigen Gott, die heute von weltlichen und kirchlichen Beh\u00f6rden offenkundig geduldet werden. Wie wird dadurch der Zorn Gottes \u00fcber die V\u00f6lker herab beschworen, denn Gott l\u00e4sst seiner nicht spotten, seine Langmut hat Grenzen!<\/p>\n<p>Wenn hingegen von <strong><em>Sakrilegien<\/em><\/strong> und <strong><em>Gleichg\u00fcltigkeiten<\/em><\/strong> die Rede ist, sind eindeutig die Vergehen der Katholiken gegen die Liebe und Heiligkeit Gottes im allerheiligsten Altarsakrament gemeint. Wenn schon 1917 solches zu beklagen war, wie viel mehr dann in unserer Zeit, wo nach der \u201aLiturgiereform\u2018 fast jedes eucharistische Experiment und sogar Gr\u00e4uel an heiliger St\u00e4tte ungestraft m\u00f6glich sind, und man vielerorts gleichg\u00fcltig, ja sogar ver\u00e4chtlich mit dem Heiland im Sakrament seiner Liebe umgeht, ihn buchst\u00e4blich zur Seite stellt, w\u00e4hrend der Mensch sich selbst in den Mittelpunkt der Feier erhebt. Diese Verbrechen und die unw\u00fcrdige Behandlung des ALLERHEILIGSTEN schreien zum Himmel! Wie leidet die geschm\u00e4hte und verachtete Liebe unseres Herrn unter der Nachl\u00e4ssigkeit besonders seiner gottgeweihten Diener. Wie muss dies alle Engel und Heiligen des Himmels ersch\u00fcttern!<\/p>\n<h2>Sind wir von dieser Klage betroffen?<\/h2>\n<p>Wohlgemerkt, Sakrilegien wollen wir gewiss nicht begehen; sind wir aber nicht in Gefahr, durch jahrelange Gew\u00f6hnung an das Heiligste die Hochsch\u00e4tzung, den Eifer und die Liebesglut zu verlieren, die unserem Heiland im Sakrament geb\u00fchrt und an den beklagten <strong><em>Geichg\u00fcltigkeiten<\/em><\/strong> mitschuldig zu werden? Wenn wir uns bei der hl. Messe langweilen und es uns schwer f\u00e4llt, freiwillig eine Anbetungsstunde vor dem Tabernakel zu halten oder wir nicht einmal bereit sind, ihm durch einen kleinen Besuch in seiner Verlassenheit eine Freude zu bereiten, ist das nicht ein Zeichen, dass unsere \u201eerste Liebe\u201c erkaltet ist?<\/p>\n<p>Erinnern wir uns an die ersch\u00fctternde Klage des Herzens Jesu gegen\u00fcber der hl. Margareta Maria Alacoque: \u201e<em>Mich d\u00fcrstet und ich habe ein gl\u00fchendes Verlangen, im allerheiligsten Sakrament von den Menschen geliebt und geehrt zu werden. Dieser Durst verzehrt mich, und ich finde fast niemanden, der sich bem\u00fchte, wie ich es w\u00fcnschte, mich zu laben, indem er meine Liebe einigerma\u00dfen erwiderte.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Weil die Frevel gegen das h\u00f6chste Gut in unserer Zeit \u00fcberhandnehmen, ruft U. L. Frau in Fatima durch den Engel jetzt noch inst\u00e4ndiger zur S\u00fchne auf.<\/p>\n<h3>Dreimaliges Kommuniongebet<\/h3>\n<p>Auch das hat seinen tieferen Sinn. Es erinnert uns an das dreimalige \u201eHerr ich bin nicht w\u00fcrdig\u2026\u201c in der Liturgie, durch das wir uns mit tiefer Demut und Innigkeit auf den Empfang des h\u00f6chsten Gutes vorbereiten sollten. Wir k\u00f6nnen selbst die Erfahrung machen: ein einmaliges Sto\u00dfgebet bleibt oftmals an der Oberfl\u00e4che. Wenn wir uns bem\u00fchen, gelingt es beim zweiten und dritten Mal, die Intensit\u00e4t zu steigern, die Seele wahrhaft zu \u00f6ffnen und das Herz zu entflammen.<\/p>\n<p>Das Kommuniongebet des Engels richtet sich erstaunlicherweise nicht nur an Jesus, sondern an die heiligste Dreifaltigkeit. In der Kommunion werden wir durch den Leib Christi tats\u00e4chlich in das innertrinitarische Geheimnis hineingenommen. Der Vater f\u00e4hrt fort, in unserer Seele den Sohn in ewiger Hingabe zu schenken, der Sohn will uns mit seiner Vision des Vaters erleuchten und zu ihm hinf\u00fchren und der Heilige Geist will uns mit dem g\u00f6ttlichen Liebesfeuer entflammen. Welch ein Gnadenreichtum! Es liegt nun an uns, mit unserer Seele in dieses Geheimnis der liebenden Hingabe Gottes einzustimmen. Die Mittel dazu sind eben die g\u00f6ttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe. Deshalb verlangte der Engel von den Kindern nochmals die dreimaligen Akte zur Danksagung nach der Kommunion.<\/p>\n<h3>Empfangt den Leib und trinkt das Blut Jesu Christi<\/h3>\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte aber ist die Kommunion als S\u00fchne, die der Engel den drei Kindern reicht. Vor Gott, <em>der durch die undankbaren Menschen so furchtbar beleidigt wird, <\/em>sind diese liebenden und durch die vielen S\u00fchnegebete gel\u00e4uterten Kinderherzen so wohlgef\u00e4llig, dass sie ihn wahrhaft tr\u00f6sten k\u00f6nnen: \u201e<em>S\u00fchnt ihre Verbrechen und tr\u00f6stet Euren Gott!\u201c <\/em>Durch ihre Anbetung und reine Liebe bereiteten sie Gott \u00fcberaus gro\u00dfe Genugtuung f\u00fcr viele Sakrilegien.<\/p>\n<p>Es war eine wirkliche Kommunion, wie Lucia in ihren Erinnerungen bezeugt. W\u00e4hrend Lucia die Hostie gereicht wurde, durften Jacinta und Francisco sakramental das kostbare Blut empfangen, denn sie waren noch nicht zur ersten Kommunion gef\u00fchrt worden. Jacinta erkl\u00e4rte auf die Frage Franciscos, was sie denn empfangen h\u00e4tten, mit unaussprechlicher Gl\u00fcckseligkeit: \u201eEs war ebenfalls die heilige Kommunion, ich habe gesp\u00fcrt, dass Gott in mir war, ich wusste aber nicht wie.\u201c Das g\u00f6ttliche Blut des verkl\u00e4rten Christus muss von unbeschreiblicher S\u00fc\u00dfigkeit sein, wie heilige Mystiker bezeugen, wenn sie die Liebe Christi aus seiner Herzenswunde trinken durften.<\/p>\n<p>Erzbischof Marcel Lefebvre entwickelt dazu den sch\u00f6nen Gedanken: \u201eWas bedeutet dieses Blut? Es ist das Zeichen seiner Liebe f\u00fcr uns. Das Vergie\u00dfen des Blutes bedeutet, dass unser Herr uns seine Liebe und seinen Heiligen Geist mitteilt.\u201c <a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<div style=\"width: 350px; float: right; padding-left: 15px; border: 1px solid #00468D; margin: 5px;\">\n<p><strong>Bericht \u00fcber die Herkunft des Kelches und der Hostie der wunderbaren Kommunion<\/strong><\/p>\n<p>Am 29. September 1916 zelebrierte Pfarrer Luis da Costa Carvalho in Juncal, einem kleinen Dorf 25 km westlich von Fatima die hl. Messe zu Ehren des hl. Erzengels Michael, des Kirchenpatrons. Nach der Prozession mit der Monstranz legte der Pfarrer die gro\u00dfe konsekrierte Hostie in den Tabernakel und verschloss Tabernakel und Kirchenportal. Pfarrer Carvalho hatte die sonderbare Angewohnheit, den leeren Kelch neben der Hostie in den Tabernakel zu stellen. Als der Pfarrer das n\u00e4chste Mal den Tabernakel \u00f6ffnete, fehlte die gro\u00dfe Hostie, und der Kelch stand an einem anderen Platz. Inzwischen war keine hl. Messe zelebriert worden. Der Priester fragte sich, wer die konsekrierte Hostie und den Kelch aus dem verschlossenen Tabernakel genommen haben k\u00f6nnte, ohne in die ebenfalls verschlossene Kirche einzubrechen. &#8220;Wir haben es hier mit einem \u00fcbernat\u00fcrlichen Ereignis zu tun&#8221;, meinte der fromme Priester, als er das Geschehen einigen Freunden anvertraute.<\/p>\n<p>Pfarrer Carvalho hatte den Wunsch, nicht zu sterben, bevor Gott ihm dieses Geheimnis erkl\u00e4rt hatte. Sein Verlangen wurde erf\u00fcllt, denn Zeugen erinnern sich an seine Worte, &#8220;dass er jetzt in Frieden sterben k\u00f6nne, weil er wei\u00df, dass es der hl. Erzengel Michael gewesen war, der in seine Kirche kam, um Kelch und Hostie den Seherkindern von Fatima zu bringen&#8221;. Er hatte dies auch in seinem Tagebuch festgehalten.<\/p>\n<p>Pfarrer Dias, der als Nachfolger von Pfarrer Carvalho in das Geheimnis eingeweiht wurde, gab gegen\u00fcber Domherr Galamba de Oliveira, der im Jahre 1942 ausf\u00fchrlich \u00fcber den &#8220;Engel von Portugal&#8221; berichtete, folgende Erkl\u00e4rung ab: &#8220;Da das Eingreifen des Engels von Fatima mit dem geheimnisvollen Ereignis in der Kirche von Juncal zeitlich zusammenf\u00e4llt, sind beide mitein\u00adander verbunden, denn es war der hl. Erzengel Michael selbst, der die konsekrierte Hostie nahm und sich den Kelch ausgeliehen hatte, um den kleinen Hirtenkindern die Kommunion zu spenden, die aus seiner eigenen Kirche stammte.&#8221;<\/p>\n<p>Aus \u201eDie Gebete des Engels von Fatima\u201c von P. G\u00e9rard Mura, nach einem Bericht von Jo\u0103o de Verdade \u201eS\u0103o Miguel e Fatima\u201c, Regina Mundi Press, Fatima 1999.<\/p>\n<\/div>\n<h3>Die Bekehrung der armen S\u00fcnder<\/h3>\n<p>Die Gottesmutter m\u00f6chte in zweiter Linie die S\u00fcnder vom ewigen Verderben retten. Deshalb l\u00e4sst sie uns durch den Engel bitten, um des heiligsten Herzens Jesu und ihres unbefleckten Herzen willen, stellvertretend f\u00fcr deren Bekehrung zu bitten. Warum sind hier ausdr\u00fccklich ihre Herzen genannt? Die vereinten Herzen schenken uns nicht nur ihre unendlichen Verdienste sondern das H\u00f6chste, was sie haben, sich selbst, zutiefst, ganz und gar, mehr k\u00f6nnen sie nicht geben! Wir d\u00fcrfen die vereinten Herzen in Anspruch nehmen und sie der heiligsten Dreifaltigkeit als letztes und zugleich m\u00e4chtigstes Mittel f\u00fcr die Rettung der Welt darbringen. Welch eine Liebe und Barmherzigkeit!<\/p>\n<h3>Nehmen wir uns ein Beispiel!<\/h3>\n<p>Die vom Engel geoffenbarten Gebete sind reich und wirksam. Wenn wir nur schon das erste Gebet mit den g\u00f6ttlichen Tugenden regelm\u00e4\u00dfig \u00fcben, vor allem zu Beginn des Rosenkranzes und der Betrachtung, und es auch tags\u00fcber erneuern, wird es auch bei uns <em>wirken wie ein Licht, in dem wir erkennen, wie sehr Gott uns liebt und wie sehr er geliebt sein will.<\/em><\/p>\n<p>Besonders aber dieses zweite, trinitarische Gebet wird uns das Verst\u00e4ndnis und die Liebe zum wahren Gott und zum Heiland im Sakrament vermehren und uns angesichts der unz\u00e4hligen Sakrilegien und der Gleichg\u00fcltigkeit vieler Katholiken IHM gegen\u00fcber zur S\u00fchne und gr\u00f6\u00dferem Eifer entflammen. Wir werden angeleitet, die Kommunion nicht nur individuell als Mittel zu sehen, um pers\u00f6nliche Gnaden zu erlangen, sondern als gro\u00dfe Tat unserer in Gott entflammten Herzen zur Mitwirkung der Heiligung des ganzen mystischen Leibes Christi. Wenn wir die fortschreitende Glaubenslosigkeit in der Welt beobachten, wird uns das ein dauernder Ansporn sein, die Hinopferung Christi im Sakrament durch diesen S\u00fchne-Akt des Engels mit umso gr\u00f6\u00dferem Eifer und noch \u00f6fters zu wiederholen.<\/p>\n<p>Wir werden erfahren d\u00fcrfen, was das Herz Jesu der hl. Margareta Maria f\u00fcr die S\u00fchnekommunion verhei\u00dfen hat: \u201eIch verspreche dir, dass mein Herz sich weit \u00f6ffnen wird und jene mit dem Strom seiner g\u00f6ttlichen Liebe \u00fcbersch\u00fctten wird, die ihm diese Ehre erweisen und sich daf\u00fcr einsetzen, dass auch andere es tun.\u201c<\/p>\n<p>Das Herz Mariens, das in flammender Liebe mit dem Herzen ihres g\u00f6ttlichen Sohnes verbunden ist, wird uns den innersten Zugang zu den unendlichen Reicht\u00fcmern des Herzen Jesu erschlie\u00dfen und unser schwaches Bem\u00fchen um Glaube und Liebe erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. Ignatianische Exerzitien Nr. 23<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Die Verehrung des \u201eEngels von Portugal\u201c ist den Portugiesen sehr vertraut. Papst Leo X. erlaubte zu seiner Ehre um 1504 ein liturgisches Fest.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Am 7. Juli 1979 in Fanjeaux, zitiert aus \u201eDas Opfer unserer Alt\u00e4re\u201c Sarto Verlag 2012, Seite 145.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Pater Heinrich M\u00f6rgeli Bei den ersten Erscheinungen f\u00fchrte der Engel die drei Hirtenkinder durch die \u00dcbung der Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe zu einer lebendigen Beziehung zu Gott. 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