{"id":6842,"date":"2017-08-18T02:55:34","date_gmt":"2017-08-18T00:55:34","guid":{"rendered":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/?p=6842\/"},"modified":"2017-08-11T22:03:12","modified_gmt":"2017-08-11T20:03:12","slug":"die-ausserordentliche-erscheinung-vom-19-august-1917","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/de\/die-ausserordentliche-erscheinung-vom-19-august-1917\/","title":{"rendered":"Die au\u00dferordentliche Erscheinung vom 19. August 1917"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Eine schwere Pr\u00fcfung f\u00fcr die Kinder<br \/>\nund die au\u00dferordentliche Erscheinung vom 19. August 1917\u00a0 <\/strong><\/h1>\n<p><em>Von Pater Heinrich M\u00f6rgeli<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-6844 alignright\" src=\"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Seherkinder_1.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"560\" srcset=\"https:\/\/test4.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Seherkinder_1.jpg 350w, https:\/\/test4.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Seherkinder_1-188x300.jpg 188w, https:\/\/test4.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Seherkinder_1-344x550.jpg 344w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/>Am 13. August 1917 wurden die Kinder entf\u00fchrt und somit die Vision der Gottesmutter vereitelt. Die Kinder wurden immer mehr nicht nur von den Ungl\u00e4ubigen ihrer Umgebung bedr\u00e4ngt, sondern auch von den Feinden der Kirche verfolgt. Hauptt\u00e4ter war ein gewisser Artur Oliveira de Santos, Mitglied der Freimaurerei und Begr\u00fcnder einer Loge im Bezirksort Vila Nova de Ourem, zu dem Fatima geh\u00f6rte. Nach der Revolution im Jahre 1910, wo die Monarchie gest\u00fcrzt und die Kirchenfeinde die Macht an sich gerissen hatten, wurde er Administrator im Bezirk und \u00fcbte dort seinen tyrannischen Einfluss gegen die Kirche aus. Als die Erscheinungen U. L. Frau in ganz Portugal bekannt wurden, begannen die Feinde in der liberalen Zeitschrift \u201eO Seculo\u201c dieselben zu verspotten und als Spuk der Priester l\u00e4cherlich zu machen.<\/p>\n<p>Oliveira f\u00fchlte sich nun veranlasst, die Kinder vom n\u00e4chsten Treffen der mit der Erscheinung mit allen m\u00f6glichen Mitteln abzubringen. Nachdem er bei einer Vorladung am 10. August nichts erreichen konnte, kam er am Morgen des 13. August selbst nach Fatima und forderte Francisco und Jacinta vergeblich auf, in seinen Wagen zu steigen. Dann lud er sie mit Lucia ein, zu einem Verh\u00f6r zum Pfarrer zu kommen. Der Pfarrer ging darauf ein, vermutlich weil er eingesch\u00fcchtert war, und stellte den Kindern nochmals die Fragen, ob sie nicht etwa alles erlogen h\u00e4tten. Lucia beantwortete alle Fragen klar und redlich. Nun griff der Bezirksvorsteher zu einer gemeinen List. Er t\u00e4uschte vor, jetzt an die \u00dcbernat\u00fcrlichkeit der Erscheinungen zu glauben und lud die Kinder ein, sie zur Cova da Iria zu fahren. So gelang es ihm, die Kinder in seinen Wagen zu bringen und, anstatt sie zur Erscheinung zu fahren, nach Vila Nova de Ourem zu entf\u00fchren. Er meinte nun triumphierend, gewonnen und alles vereitelt zu haben; aber der Himmel war st\u00e4rker.<\/p>\n<h3>Die Gottesmutter gibt deutliche Zeichen ihrer Anwesenheit<\/h3>\n<p>In der Cova da Iria hatte sich eine Menschenmenge von \u00fcber 10\u2018000 Personen eingefunden, welche betete und Kirchenlieder sang. Als aber bekannt wurde, dass der Administrator die Kinder weggef\u00fchrt habe, h\u00f6rte man laute Schm\u00e4hrufe, die vielleicht zu einer Protestaktion ausgeartet w\u00e4ren, wenn nicht ein Donnerschlag erfolgt w\u00e4re. Die Zeugen berichten, \u201edass das Volk angstvoll zur\u00fcckwich, dann der Lichtschein das Kommen der Gottesmutter ank\u00fcndigte, und eine kleine, liebliche wei\u00dfe Wolke \u00fcber der Steineiche sichtbar wurde, die sich nach einer Weile gegen den Himmel erhob und in der Luft aufl\u00f6ste. Als wir um uns schauten, sahen wir alles in verschiedene Farben des Regenbogens getaucht, rosa, rot, blau\u2026 Die B\u00e4ume schienen wie von Blumen behangen, jedes Blatt schien eine Blume zu sein. Auch die Kleider erschienen in diesen Farben.\u201c<\/p>\n<p>Es war offensichtlich und alle erkannten, dass die Gottesmutter hier war. Sie hat ihre Anwesenheit durch deutliche Zeichen best\u00e4tigt. Das Volk bedauerte, dass die Kinder nicht da sein konnten, und viele gingen mit lauten Protestrufen ins Dorf zur\u00fcck.<\/p>\n<h3>Der Beweis der Tugendhaftigkeit der Kinder<\/h3>\n<p>In Ourem versuchte Oliveira, den Kindern zuerst durch Schmeicheleien, dann auch mit Drohungen das Geheimnis zu entlocken oder wenigstens etwas aus ihnen herauszubringen, das er gegen sie verwenden k\u00f6nnte. Auch am n\u00e4chsten Tag wurden sie bedr\u00e4ngt, insgesamt mussten sie 9 Verh\u00f6re \u00fcber sich ergehen lassen! Weil er keinen Erfolg hatte, beschloss er h\u00e4rtere Ma\u00dfnahmen und warf die Kinder ins Gef\u00e4ngnis. Lucia berichtet: \u201eWir waren in einem Raum, wo sich mehrere Diebe befanden. Was Jacinta am meisten betr\u00fcbte, war ihre Trennung von den Eltern. Sie sprach unter Tr\u00e4nen: \u201aWeder deine noch unsere Eltern kommen uns besuchen. Sie k\u00fcmmern sich nicht um uns.\u2018 Francisco erwiderte: \u201aWeine nicht, wir opfern dies alles Jesus auf f\u00fcr die S\u00fcnder.\u2018 Er erhob Augen und H\u00e4nde zum Himmel und machte die Aufopferung: \u201aO mein Jesus, aus Liebe zu dir und f\u00fcr die Bekehrung der S\u00fcnder.\u2018 Jacinta f\u00fcgt hinzu: \u201aund auch f\u00fcr den Heiligen Vater und als S\u00fchne f\u00fcr die S\u00fcnden gegen das Unbefleckte Herz Mariens.\u2018<\/p>\n<p>Danach wurden sie nochmals einzeln verh\u00f6rt. Man sch\u00fcchterte die Kinder mit der Drohung ein, sie w\u00fcrden dann geholt und im \u00d6l gebraten. Darauf wandte sich Jacinta zum Fenster und weinte, weil sie Angst hatte, sterben zu m\u00fcssen, ohne ihre Eltern wiederzusehen. Auf die Frage, ob sie das nicht aufopfern wollte, wiederholte sie unter Tr\u00e4nen das Aufopferungsgebet. Mitgefangenen wollten sie tr\u00f6sten und meinten, sie sollten doch dieses Geheimnis dem Administrator verraten, auch wenn jene Dame dies nicht w\u00fcnsche. Jacinta widersprach mit Entschiedenheit: \u201aNein, das nicht, ich m\u00f6chte lieber sterben!\u2018 Sie beteten dann den Rosenkranz, indem sie vor der Medaille niederknieten, die Jacinta am Hals trug und die man an der Wand befestigt hatte. Die Gefangenen beteten mit ihnen, alle knieten nieder.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich kam ein Polizist, der Jacinta anschrie: \u201aDas \u00d6l siedet schon, sag das Geheimnis, wenn du nicht verbrannt werden willst!\u2018 \u201aIch kann nicht!\u2018, antwortete sie. Er nahm sie mit und schrie dabei: \u201aIch werde dich schon lehren, damit du es kannst!\u2018 Sie ging sofort mit, selbst ohne sich von uns zu verabschieden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ihres Verh\u00f6rs sprach Francisco mit Freude und tiefem inneren Frieden: \u201aWenn sie uns t\u00f6ten, wie sie sagen, werden wir in kurzer Zeit im Himmel sein. Welch ein Gl\u00fcck! Das macht mir gar nichts aus. Gebe Gott, dass sich Jacinta nicht f\u00fcrchtet. Ich bete ein Ave Maria f\u00fcr sie.\u2018<\/p>\n<p>Dann kam der Polizist, um Francisco zu holen und sagte: \u201aJacinta ist schon tot. Sagst du mir jetzt das Geheimnis?\u2018 Er antwortete: \u201aIch kann es niemandem sagen.\u2018 Auf dieselbe Weise wie Jacinta nahm er ihn mit. Als er aber am vermeintlichen Ort der Foltern ankam, sah Francisco nur die kleinen Augen Jacintas, die ihn voller Milde anschaute\u2026 Dasselbe Szenario wurde mit Lucia wiederholt, jedoch ohne Erfolg.<\/p>\n<p>Ist es nicht au\u00dferordentlich, ja wunderbar, diese heldenhafte Haltung der Kinder? Bei allem was in Ourem gegen sie geschah, kann man da nicht einen \u00fcbernat\u00fcrlichen Schutz feststellen, der sie verteidigte und ermutigte? Ohne besondere Hilfe von oben h\u00e4tten diese ungebildeten und arglosen Kinder nicht den ausgekl\u00fcgelten Fallen und Listen dieser boshaften M\u00e4nner entgehen und auch nicht den verf\u00fchrerischen Versprechungen und noch weniger ihren abscheulichen Machenschaften der Einsch\u00fcchterung widerstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ganz besonders m\u00fcssen wir aber die Tapferkeit und den Gehorsam der Kinder gegen\u00fcber der Gottesmutter bewundern. Keine Spur von Angst, Verunsicherung oder Zweifel an der G\u00fcte Gottes, der dies alles zulie\u00df. Sie w\u00e4ren bereit gewesen, ihre Treue zu Maria durch einen grausamen Tod zu beweisen! Es wurde von ihnen ja nicht verlangt, ihrem Glauben an Gott abzuschw\u00f6ren.<\/p>\n<p>Was gab ihnen die Kraft zu dieser heldenhaften Treue? Es war einerseits eine besondere Gnade, diese wird auch uns nicht fehlen, wenn Gott von uns das Martyrium f\u00fcr den Glauben verlangen w\u00fcrde.<br \/>\nAndererseits waren die Kinder durch die treue \u00dcbung von allem, was die Gottesmutter von ihnen verlangt hatte, vorbereitet. Sie wiederholten oft die Tugendakte des Gebets, das sie der Engel gelehrt hatte, sie haben ihren Rosenkranz treu und oft gebetet, was ihnen viel \u00fcbernat\u00fcrliches Licht und Kraft brachte. Durch die vielen freiwilligen Opfer, die ihnen gro\u00dfe \u00dcberwindungen abverlangte, wurde ihr Wille \u00fcberaus gefestigt. Was f\u00fcr ein sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr uns als Kinder und Diener der allerseligsten Jungfrau!<\/p>\n<p>Am 15. August wurden die Kinder wieder nach Fatima zur\u00fcckgebracht. Der Pfarrer wurde auch der Mithilfe bei dieser Aktion bezichtigt und schrieb daher einen Artikel zu seiner Verteidigung in den katholischen Zeitungen von Lissabon und Leiria, indem er die Ereignisse durchaus positiv darstellte, was nicht wenig dazu beitrug, dass die Erscheinungen von Fatima auf seri\u00f6se Weise noch mehr bekannt wurden.<\/p>\n<h3>Die pers\u00f6nliche Erscheinung U. L. Frau am 19. August in den Valinhos<\/h3>\n<p>Am Sonntag dem 19. August begaben sich die Kinder nach der Messe mit einigen Begleitern zur Cova da Iria, um den Rosenkranz zu beten. Aber die Gottesmutter wollte ihnen nicht dort erscheinen. Erst am Nachmittag, als sie die Schafe zu den Valinhos (die T\u00e4lchen in der Gegend der Engelserscheinung) gef\u00fchrt hatten, erkannten sie die Zeichen der Ankunft Mariens, die ihnen hier ganz pers\u00f6nlich erscheinen wollte, um sie zu tr\u00f6sten und f\u00fcr ihre heldenhafte Treue zu belohnen.<\/p>\n<p>Auch hier lie\u00df sich U. L. Frau auf einer kleinen Steineiche nieder. Lucia fragte wiederum: \u201eWas m\u00f6chte Euer Gnaden von mir?\u201c<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Ich will, dass ihr weiterhin am dreizehnten zur Cova da Iria kommt und dass ihr jeden Tag den Rosenkranz betet.<\/p>\n<p>Ich werde im letzten Monat (Oktober) ein Wunder wirken, damit alle glauben k\u00f6nnen. H\u00e4tte man euch nicht in die Stadt gebracht, w\u00fcrde das Wunder viel eindrucksvoller sein.<\/p>\n<p>Der heilige Joseph wird kommen mit dem Jesuskind, um der Welt den Frieden zu geben. Unser Herr wird kommen, um das Volk zu segnen. Es wird auch U. L. Frau vom Rosenkranz und U. L. Frau von den Sieben Schmerzen erscheinen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Gottesmutter erkl\u00e4rte auch, dass man mit dem gesammelten Geld Traggestelle f\u00fcr die Prozession am Rosenkranzfest anfertigen lassen und eine Kapelle bauen solle. Auch versprach sie, einige Kranke innerhalb des Jahres zu heilen.<\/p>\n<p>Dann sprach sie mit einem sehr traurigen Ausdruck:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eBetet, betet viel und bringt Opfer f\u00fcr die S\u00fcnder dar, denn viele Seelen kommen in die H\u00f6lle, weil niemand f\u00fcr sie opfert und betet.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Dann erhob sich die Dame gegen Osten. Francisco brach einen Eichzweig, auf dem Maria erschienen war, ab. Lucias Mutter und die anderen im Hause nahmen daran einen k\u00f6stlichen, ungewohnten Duft wahr.<\/p>\n<h3>Die Erkl\u00e4rung dieser wesentlichen Botschaft unserer Lieben Frau<\/h3>\n<p>Die Gottesmutter wiederholt auch hier ihre gro\u00dfe Bitte, t\u00e4glich den Rosenkranz zu beten. Dann best\u00e4tigt sie, im Oktober das Wunder zu wirken, und erkl\u00e4rt den Kindern schon jetzt die verschiedenen Erscheinungen. Das war f\u00fcr die Kinder ein nicht geringer Trost.<\/p>\n<p>Am Schluss gab sie die sehr ernste Ermahnung, f\u00fcr die S\u00fcnder zu beten. Lucia berichtet an anderer Stelle, dass sich die Gottesmutter bei jeder Erscheinung ernst zeigte und nie gel\u00e4chelt hat. Hier jedoch weist sie ausdr\u00fccklich auf die gro\u00dfe Traurigkeit Mariens hin.<\/p>\n<p>Sie hat uns nie zugel\u00e4chelt, und diese Traurigkeit, dieser Schmerz, den wir bei ihr wegen der Beleidigungen gegen Gott und der Strafen bemerkten, welche die S\u00fcnder bedrohen, durchdrang unsere Seelen ganz und gar. Wir suchten dann mit unserer kindlichen Einbildungskraft weitere Mittel zu erfinden, um zu beten und Opfer zu bringen. (Aus dem Gespr\u00e4ch mit P. Fuentes am 26.12.1957)<\/p>\n<h5>Betet, betet viel\u2026<\/h5>\n<p>Durch die Wiederholung des Wortes \u201abetet\u2018 will uns Maria anspornen, intensiv, innerlich, d. h. mit tiefem Glaubensgeist, inst\u00e4ndig, vertrauensvoll und aus ganzem Herzen zu beten. Sie erkl\u00e4rte einer heiligen Seele, dass ein gut gebetetes Ave Maria Gott wohlgef\u00e4lliger sei als 50 gedankenlos hergesagte.<\/p>\n<p>Wir sollten aber nicht nur gut, sondern auch m\u00f6glichst viel beten, indem wir das Gebetsleben als Priorit\u00e4t in unseren Alltag einbauen. Man nimmt sich oft Zeit f\u00fcr Dinge, die nicht so wichtig sind, besonders nicht vom Blickpunkt der Ewigkeit aus. Wenn wir zeitlich ausgelastet sind empfiehlt es sich, den Tag durch kurze Anrufungen zu heiligen. Auch die Gebete des Engels, durch welche die drei Kinder so gro\u00dfe Fortschritte im geistlichen Leben machen konnten, sollten wir mehrmals am Tag wiederholen.<\/p>\n<h5>Bringt Opfer f\u00fcr die S\u00fcnder dar<\/h5>\n<p>Im Opfergeist haben wir ein g\u00fcltiges Mittel, den Befehl des Herrn \u201eIhr sollt allezeit beten\u201c zu befolgen, indem wir auch unser ganzes Tagewerk in Gebet umwandeln k\u00f6nnen. Der Engel erl\u00e4uterte das den drei Kindern: \u201e<em>Bringt alles, was ihr k\u00f6nnt, Gott als Opfer dar, als Akt der Wieder\u00adgutmachung f\u00fcr die S\u00fcnden, durch die Er beleidigt wird, und als Bitte um die Bekehrung der S\u00fcnder. \u2026Vor allem nehmt an und tragt mit Ergebung die Leiden, die der Herr euch schicken wird.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wir haben schon gesehen, wie treu und opferfreudig die Kinder diese Weisung befolgten.<\/p>\n<p>Schwester Lucia erkl\u00e4rt sp\u00e4ter in Briefen, dass die Gottesmutter als erstes Busswerk vor allem die Erf\u00fcllung der Standespflichten in christlichem Geist verlange.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<h5>Viele kommen in die H\u00f6lle<\/h5>\n<p>Hier werden wir zum dritten Mal an die H\u00f6lle als tragische Konsequenz der S\u00fcnde erinnert. Am 13. Juli zeigte die Gottesmutter den Kindern die Wirklichkeit der H\u00f6lle, dann offenbarte sie das bedeutungsvolle Gebet \u201aO mein Jesus, verzeih\u2018 uns unsere S\u00fcnden, bewahre uns vor dem Feuer der H\u00f6lle\u2026\u2018. Jetzt sagt sie mit gro\u00dfer Traurigkeit, <strong>dass viele Seelen in die H\u00f6lle kommen, viele Seelen!<\/strong> Sie verurteilt hiermit den offensichtlichen Irrtum der modernen \u201aAllerl\u00f6sungstheorie\u2018 und der Meinung vieler Theologen, die das Volk mit ihrer Idee von der Nichtexistenz der H\u00f6lle t\u00e4uschen, weil das der Liebe und Barmherzigkeit Gottes widerspreche. Sie verschweigen die Bedingungen der Reue, Umkehr und Bu\u00dfe, von denen das Evangelium an vielen Stellen spricht, um die Barmherzigkeit Gottes zu erlangen.<\/p>\n<h5>Das folgenschwere: WEIL<\/h5>\n<p>Gewiss kommen nur Seelen in die H\u00f6lle, die mit Tods\u00fcnden beladen sind und die Gnade Gottes verschm\u00e4hen, nicht an ihn glauben, seine Aufrufe zur Umkehr abweisen, das Erl\u00f6sungsleiden und die Liebe des Herzens Jesu und seine Barmherzigkeit missachten, somit unbu\u00dffertig sterben und durch eigene Schuld verdammt werden.<\/p>\n<p>Warum nennt die Gottesmutter hier diesen anderen Grund: \u201e<strong><em>weil niemand f\u00fcr sie opfert und betet!&#8221;, <\/em><\/strong>warum nimmt sie uns alle in die Verantwortung?<br \/>\nSeelen auf dem Weg des Verderbens k\u00f6nnen aus folgenden Gr\u00fcnden durch unsere Hilfe gerettet werden:<\/p>\n<ol>\n<li>Sie k\u00f6nnen sich schwerlich selbst retten, weil die meisten durch moderne Priester im Glauben irregeleitet oder ganz unwissend sind, durch die Gewohnheit der S\u00fcnden verblendet und oft durch Laster wie angekettet sind und vom Teufel und der gottlosen Welt in falscher Sicherheit get\u00e4uscht werden.<\/li>\n<li>Hier erscheint das wahre Wesen der Barmherzigkeit Gottes, er will die Tods\u00fcnder nicht einfach fallen lassen, er gibt sie nicht auf, denn bis zu ihrem letzten Atemzug versucht er, sie zu retten. Aber er braucht ein stellvertretendes Wirken und Bitten f\u00fcr sie. Wenn sie Jesus abgewiesen haben, bleiben noch die Glieder seines mystischen Leibes, der Kirche, die stellvertretend f\u00fcr sie Verzeihung erlangen k\u00f6nnen, und das sind wir alle, nicht nur die Priester und Ordensleute.<\/li>\n<li>Die Gottesmutter kommt gerade f\u00fcr diesen Aufruf nach Fatima. Schon am 13. Mai bittet sie: <em>\u201eWollt ihr euch Gott aufopfern\u2026, um die Bekehrung der S\u00fcnder zu erlangen?\u201c <\/em>Bei jeder Erscheinung bittet sie um dasselbe.<\/li>\n<li>Sie gibt uns auch die Mittel an: Das Rosenkranzgebet, dem die Gottesmutter in diesen letzten Zeiten eine besondere Wirksamkeit gegeben hat, und die Herz-Maria-Andacht um ihre Barmherzigkeit wirksam werden zu lassen. Auch Opfer sind notwendig, um die Schwachheit der S\u00fcnder bzw. ihren Widerstand gegen die Gnade zu besiegen und sie der Versklavung Satans zu entrei\u00dfen.<\/li>\n<li>Diese Rettungsmittel sind f\u00fcr niemand zu schwierig, wir alle k\u00f6nnen so an der Rettung anderer mitwirken. Papst Pius XII. ermahnt uns in der Enzyklika \u201aMystici Corporis\u2018: \u201eEs ist ein schaudererregendes Geheimnis, das man nie genug betrachten kann: dass n\u00e4mlich das Heil vieler Seelen abh\u00e4ngig ist von den Gebeten und freiwilligen Bu\u00df\u00fcbungen der Glieder des geheimnisvollen Leibes Christi, der Kirche.\u201c Als gefirmte Christen haben wir den Auftrag, am Apostolat der Kirche teilzunehmen und machen uns deshalb am Verderben von Seelen mitschuldig, wenn wir unt\u00e4tig bleiben. Andererseits erlangen wir gro\u00dfe Verdienste und ewigen Lohn, wenn wir durch unser eifriges Wirken Seelen retten k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>In diesem einen Satz erinnert und die Gottesmutter an entscheidende Lehren unseres katholischen Glaubens, er ist wie eine Zusammenfassung der ganzen Botschaft von Fatima zur Rettung der Welt in unserer Zeit. Nehmen wir die sehr ernsten Worte U. L. Frau zu Herzen und n\u00fctzen wir diese kostbaren Rettungsmittel gegen das heute \u00fcberhandnehmende Unheil der S\u00fcnden und Verbrechen gegen Gott, solange es noch Zeit ist.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> \u201eGott beklagt sich voll Bitterkeit und Schmerz \u00fcber die \u00e4usserst geringe Anzahl von Seelen im Gnadenstand, die bereit sind, sich da abzut\u00f6ten, wo es die Beobachtung seines Gesetzes von ihnen erfordert. Dies ist die Bu\u00dfe, die Gott jetzt erbittet: Das Opfer, welches darin besteht, ein echt christliches Leben durch Beobachtung seiner Gebote zu f\u00fchren. Dar\u00fcber hinaus w\u00fcnscht der Herr, dass dieser Weg den Seelen mit Klarheit dargelegt werde. Da viele den Sinn des Wortes \u201aBu\u00dfe\u2018 als gro\u00dfe Kasteiung auffassen und weder Kraft noch Grossmut daf\u00fcr aufbringen, verzagen sie und geben sich einem Leben in Lauheit und S\u00fcnde hin.\u201c (Brief von Sr. Lucia aus dem Jahre 1943)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine schwere Pr\u00fcfung f\u00fcr die Kinder und die au\u00dferordentliche Erscheinung vom 19. August 1917\u00a0 Von Pater Heinrich M\u00f6rgeli Am 13. August 1917 wurden die Kinder entf\u00fchrt und somit die Vision der Gottesmutter vereitelt. 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